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Neue Studie: In Bademode stecken gefährliche Chemikalien

Hamburg Neue Studie: In Bademode stecken gefährliche Chemikalien

Greenpeace legt Untersuchung vor: Starke Schadstoffbelastung in Markenartikeln.

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Die Chemikalien in Bademode werden aufgrund ihrer fettabweisenden Wirkung etwa zum Schutz vor Sonnencreme eingesetzt.

Quelle: Imago

Hamburg. Die Umweltorganisation Greenpeace warnt vor umwelt- und gesundheitsschädlichen Schadstoffen in Bademode. In ihrem Auftrag untersuchte ein Labor erstmals Bademode auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). Ein weiteres Labor testete Proben auf hormonell wirksame Alkylphenolethoxylate und andere Schadstoffe. Ergebnis: Über die Hälfte der Proben war mit PFC belastet, 80 Prozent der Proben enthielten weitere gefährliche Substanzen.

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Ein Tester nimmt eine Textilprobe aus einem Badeanzug.

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PFC könnten die Fortpflanzung schädigen und das Immun- und Hormonsystem stören. „PFC und andere gefährliche Substanzen haben in Bademode nichts zu suchen“ sagte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Die Bademode stammt nach Angaben der Umweltorganisation von den Sportartikelherstellern Adidas, Nike, Puma und Chiemsee. „Wir fordern Textilhersteller auf, schädliche Chemikalien aus der Produktion zu verbannen“, sagte Santen.

Bei den Tests schnitt ein Mädchenbadeanzug von Adidas am schlechtesten ab: Die Konzentration der gesundheitsschädlichen Perfluoroktansäure (PFOA) ist mit 4,9 Mikrogramm pro Quadratmeter (µg/m²) fast fünf Mal so hoch wie der gesetzliche Grenzwert von 1 µg/m² der vergleichbar gefährlichen Perfluoroctansulfonsäure (PFOS). Eine Badeshorts von Nike überschreitet diesen Vergleichswert leicht. Geringfügig darunter liegt eine Badehose von Puma, die von Chiemsee ist PFC-frei.

Per- und Polyfluorierte Chemikalien seien extrem langlebig. Einmal in die Umwelt gelangt, würden sie kaum mehr abgebaut, erklärte Greenpeace. Sie gelangen über Nahrung, Luft und Trinkwasser auch in den menschlichen Organismus und sind inzwischen weltweit verbreitet. PFOA gilt als fortpflanzungsschädigend, verantwortlich für Schilddrüsenerkrankungen und Immunstörungen.

Bei Bademode werden PFC aufgrund ihrer fettabweisenden Wirkung zum Schutz vor Sonnencreme und anderen Schmutzquellen eingesetzt. Besorgniserregend sind auch die Testergebnisse der Nonylphenol-Ethoxylate (NPE). NPE fanden sich in den beiden Badeanzügen von Nike und Adidas.

Nicht zu erkennen
Eine Kennzeichnungspflicht für PFC gibt es bisher nicht. Daher kann der Verbraucher laut Greenpeace nicht erkennen, ob diese Chemikalien in seiner Kleidung vorkommen. Der Einsatz des vergleichbar schädlichen PFOS sei inzwischen europaweit reguliert und sehr stark eingeschränkt worden.

LN

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