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Wirtschaft im Norden Neuer Mittelstandsbeirat soll kleine Firmen unterstützen
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20:10 06.10.2017
Kiel

„Mit diesem Berater-Gremium liefern wir nach 100 Tagen Amtszeit einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu unserem Ziel, das mittelstandsfreundlichste Bundesland zu werden“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) gestern in Kiel. Außer dem Minister gehören sieben Experten und Praktiker aus Industrie, Handel, Handwerk, Freien Berufen, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft dem Gremium an, darunter Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, und UV- Nord-Präsident Uli Wachholtz.

„Damit geben wir dem Mittelstand die Möglichkeit, den kurzen Draht zur Politik zu halten und uns wichtige Impulse zu geben – insbesondere bei den Themen Bürokratieabbau, Fachkräftegewinnung, Unternehmensnachfolge oder dem Ausbau der Infrastruktur“, sagte Buchholz. Der Beirat soll vierteljährlich tagen und die Landesregierung bei allen mittelstandsrelevanten Themen beraten. Es gehe unter anderem darum, die Betriebe von bürokratischen Lasten zu befreien, sagte Buchholz. Die Landesregierung plane analog zu Hamburg die so genannte Unterschwellenvergabeordnung des Bundes einzuführen.

Damit besteht für kleinere Betriebe die Möglichkeit, sich ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand auf kleine wie große Ausschreibungen zu bewerben.

Die IG Metall Küste kritisiert die Gründung. Im Gremium gehe es nur um Arbeitgeberinteressen, sagte Meinhard Geiken, IG- Metall-Bezirksleiter Küste. „Auf den Rat von Arbeitnehmern und ihren Vertretern legt der FDP-Politiker offenbar keinen Wert.“ Auch der SPD- Abgeordnete Thomas Hölck bemängelt, dass Arbeitnehmer-Vertreter nicht eingebunden sind. „Es zeigt auch den Mangel an Wertschätzung und das fehlende Interesse dieser Landesregierung für die Belange unserer Arbeitnehmer.“ Hölck fordert Buchholz auf, Vertreter der Arbeitnehmer nachträglich in den Beirat zu berufen

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