Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Neuer VW-Ärger: Rückruf von 800 000 Autos

Wolfsburg/San Francisco Neuer VW-Ärger: Rückruf von 800 000 Autos

Touareg, Cayenne und Passat müssen in die Werkstatt — US-Richter gibt Konzern mehr Zeit im Abgas-Skandal.

Wolfsburg/San Francisco. Mitten im VW-Abgas-Skandal rufen Volkswagen und die Konzerntochter Porsche weitere rund 800000 Fahrzeuge zurück, davon etwa 88000 in Deutschland. Die baugleichen Modelle der Typen VW Touareg und Porsche Cayenne würden wegen eines möglicherweise gelösten Sicherungsrings am Lagerbock der Pedale in die Werkstätten geordert, teilten die Unternehmen mit. Betroffen seien insgesamt 390000 Touareg und 410 000 Cayenne der Baujahre 2011 bis 2016.

LN-Bild

Touareg, Cayenne und Passat müssen in die Werkstatt — US-Richter gibt Konzern mehr Zeit im Abgas-Skandal.

Zur Bildergalerie

In Deutschland geht es um knapp 58000 Touareg und gut 30000 Cayenne. Der Eingriff werde weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Erst vorgestern hatte VW bestätigt, dass wegen Problemen an der Zentralelektrik weltweit 177 000 Passat der Baujahre 2014/2015 zurückgerufen würden, davon rund 63 000 in Deutschland.

Eine womöglich nicht korrekt sitzende Steckverbindung kann bei den Passat-Modellen zum Ausfall des Motors führen. Im Ernstfall erlischt dann möglicherweise nachts auch das Licht. Im Fall von Touareg und Cayenne sei der Leistungsabfall bei Bremskraftverstärker und Servolenkung dagegen nicht so eklatant, dass der Rückruf akut sicherheitsrelevant sei.

Eine kleine Erleichterung für VW gab es gestern in den USA: Im weiter schwelenden Abgas-Skandal hat der Konzern von einem US-Gericht mehr Zeit erhalten, die akuten Probleme zu lösen. „In Anbetracht der Fortschritte werde ich den Streitparteien Zeit bis zum nächsten Treffen geben“, erklärte der für Hunderte Zivilklagen in den USA zuständige Richter Charles Breyer. Das wäre am 21. April.

Zugleich machte er aber durch Androhung ernsthafter Konsequenzen klar, dass seine Geduld begrenzt ist.

Breyer hatte dem Autohersteller und der US-Umweltbehörde EPA im Februar ein Ultimatum gesetzt, das eigentlich gestern ausgelaufen wäre. Er fordert eine definitive Antwort, ob eine Einigung auf einen Plan zur Umrüstung der etwa 580000 Diesel möglich ist, die in den USA von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffen sind. Der Richter machte deutlich, dass er die Fahrzeuge mit zu hohem Schadstoff-Ausstoß nicht länger auf US-Straßen sehen will.

Bislang haben VW und die EPA keine Lösung gefunden, um Breyers Forderungen nachzukommen. Beide Parteien sagten aber aus, dass sie deutliche Fortschritte gemacht hätten. Sollte es zu einer gütlichen Einigung kommen, könnte es für VW auf einen Vergleich hinauslaufen. Andernfalls werde das Gericht ernsthaft erwägen, bereits in diesem Sommer mit dem Prozess zu beginnen, drohte Breyer. Denkbar wären dann Milliardenstrafen.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 11.192,50 +0,12%
TecDAX 1.742,50 +0,55%
EUR/USD 1,0578 -0,33%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 76,70 +2,81%
FRESENIUS... 70,00 +2,49%
Henkel VZ 109,32 +1,85%
DT. BANK 17,51 -2,28%
THYSSENKRUPP 23,78 -1,18%
VOLKSWAGEN VZ 126,95 -0,90%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Stabilitas PACIFIC AF 164,92%
Structured Solutio AF 163,72%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 112,08%
Fidelity Funds Glo AF 98,25%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.