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Wirtschaft im Norden Niedrigste Arbeitslosenquote für einen Dezember
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Niedrigste Arbeitslosenquote für einen Dezember
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20:20 05.01.2016

Um 155 Personen ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember gegenüber dem Vormonat im Bereich der Agentur für Arbeit in Grevesmühlen angestiegen. 1574 Frauen und Männer hatten sich im letzten Monat des Jahres 2015 erwerbslos gemeldet.

Insgesamt hat sich aber dennoch die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Dezember fortgesetzt. Denn mit 6,7 Prozent lag die Arbeitslosenquote in Grevesmühlen für einen zwölften Monat des Jahres seit der Erfassung der Arbeitsmarktdaten im Jahr 1990 am niedrigsten.

Als eine der Ursachen nennt Kerstin Suppan, Teamleiterin der Agentur für Arbeit in Grevesmühlen, den bis vor kurzem noch sehr milden Winter. Die Folge waren weniger Arbeitslosmeldungen als in den Vorjahren.

Den stärksten Rückgang an Arbeitslosen gab es im Bereich der Jugendlichen unter 25 Jahren. Gegenüber dem Dezember 2014 sank ihre Zahl um 30 auf aktuell 118. Auch die Erwerbslosenzahlen der über 50-Jährigen gingen innerhalb eines Jahres von 656 auf jetzt 616 sowie die der Langzeitarbeitslosen von 467 auf jetzt 429 zurück.

Diese Zahlen führt Suppan vor allem auf die positive wirtschaftliche Entwicklung zurück. Nicht zuletzt zeige sich das nach ihrer Aussage in den deutlich mehr gemeldeten Arbeitsstellen. Hier gab es über das Jahr gesehen einen Zuwachs von 132, so dass von Januar bis Dezember 1122 Stellen bei der Arbeitsagentur eingingen.

Besonders gute Chancen auf eine Einstellung haben derzeit Anlagenmechaniker für Heizung, Sanitär- und Lüftungsbau, Berufskraftfahrer, Busfahrer, Dachdecker, Elektriker, Erzieher, Fliesenleger, Hotel- und Restaurantfachkräfte, Kraftfahrzeugmechatroniker, Maschinenanlagenführer, medizinische Fachangestellte, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter sowie Trockenbauer. Denn in diesen Berufszweigen gibt es im Gegensatz zu anderen Branchen mehrere offene Stellen.

Mitunter ist es für die Betriebe sehr schwierig, Beschäftigte mit der notwendigen Qualifikation zu finden. „Wir leiden an einer Fachkräfteknappheit“, erklärt Suppan. Um Arbeitnehmer zu qualifizieren, sind nach wie vor Eingliederungszuschüsse möglich. Die Betriebe erhalten sie aber nur dann, wenn auch die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Dirk Hoffmann

LN

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