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NordLB schluckt Landesbank

Bremen NordLB schluckt Landesbank

Bremen: Minister verteidigt Übernahme der BLB – Kaufpreis von 262 Millionen.

Bremen. Das Tauziehen um die Bremer Landesbank (BLB) ist vorbei: Die norddeutsche Landesbank (NordLB) wird das wegen fauler Schiffskredite angeschlagene Bankhaus ganz übernehmen. Dafür zahlt das niedersächsische Institut Bremen für dessen 41-prozentigen Anteil insgesamt 262 Millionen Euro. Davon sind 180 Millionen Euro Geldleistungen. 82 Millionen Euro werden durch Beteiligungsabgaben verrechnet. Die CDU-Opposition spricht von einem Desaster und einem katastrophalen Ergebnis für das klamme Bremen, der Bremer Regierungschef von einem schwierigen, aber vertretbaren Kompromiss.

 

LN-Bild

Altes Ambiente, neuer Besitzer: Die Bremer Landesbank.

Quelle: dpa

Der Deal kam in der Nacht nach über sechsstündigen Verhandlungen zustande. „Ich kann nicht verhehlen, dass das für Bremen auch ein Verlust ist, da muss man sich nichts vormachen. Ich werde den auch nicht schönreden“, sagte Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). NordLB-Chef Gunter Dunkel sprach von einem schwierigen Ergebnis für die NordLB-Gruppe. „Es ist auch durchaus weg von unserem Wunschergebnis. Aber so ist das eben mal im Leben.“

Vereinbart wurde, dass die strategisch wichtigen Beteiligungen an der „hafensensiblen“ Bremer Lagerhaus-Gesellschaft BLG und den Wohnungsgesellschaften Gewoba und Brebau aus der BLB herausgelöst werden und bei Bremen bleiben. Der Wert der drei Beteiligungen wurde mit insgesamt 82 Millionen Euro taxiert.

Auch der dritte Träger, der Sparkassenverband Niedersachsen, erklärte, dass er seinen knapp vierprozentigen BLB-Anteil an die Nord-LB verkaufen werde. Damit wird die BLB künftig zu 100 Prozent der NordLB gehören. Der bisherige Vorstandschef der BLB, Stephan-Andreas Kaulvers, und sein Stellvertreter Heinrich Engelken werden ausscheiden. Über den Wechsel soll bei einer außerordentlichen Aufsichtsratsitzung entschieden werden. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sprach von einem „schwierigen, aber verantwortbaren Kompromiss“. Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel urteilt: „Der größte Verlierer ist der Bremer Haushalt.“

LN

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