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„Nur in Dinge investieren, die man versteht“

Lübeck „Nur in Dinge investieren, die man versteht“

Wie legt man in Zeiten historisch niedriger Zinsen sein Geld am besten an? Marc Friedrich und Matthias Weik haben einen eindeutigen Rat: „Investieren Sie nur in Dinge, die Sie verstehen und anfassen können“, sagen die Bestsellerautoren beim Kapitalmarktforum der Sparkasse zu Lübeck.

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Beim Kapitalmarktforum der Sparkasse zu Lübeck: die Bestseller-Autoren Marc Friedrich (2. v. l.) und Matthias Weik (r.) mit den Sparkassen-Vorständen Oliver Saggau (l.) und Oke Heuer.

Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen

Lübeck. „Lassen Sie uns über Geld reden – Zeit für sichere Werte“ lautete das Thema, mit dem sich Friedrich und Weik gestern Abend vor mehr als 300 Zuhörern in der Sparkasse befassten. Seit ihrem Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“, das sich seit drei Jahren 150000-mal verkaufte, sind die beiden gefragte Redner und Referenten. In ihrem Buch durchleuchten sie die internationale Finanzwelt, weltweit agierende Spekulanten und die Politik, die diese Tendenz durch die Lockerung von Gesetzen noch befördert. Die Folgen der Deregulierung müssten die einfachen Steuerzahler ausbaden, so ihr Fazit. Ihr neuestes Buch haben sie mit Götz W. Werner, dem Gründer der Drogeriemarktkette dm, verfasst.

„Die Nullzinsphase wird noch lange andauern“, betont Friedrich in seiner Beschreibung der aktuellen Lage. Die Europäische Zentralbank (EZB) sei in einer Zwickmühle, weil sie schwache Staaten und marode Banken retten wolle. Die Nullzinsen bedeuteten eine „schleichende Enteignung“ für Sparer, denn gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten und die Immobilienpreise. Wer sein Geld auf dem Konto lasse, verliere zurzeit jedes Jahr 1,8 Prozent seines Ersparten. „Geld gehört überall hin, nur nicht aufs Konto“, sagt Friedrich. Man könne an Sachwerte wie Gold und Silber denken, an Aktien einzelner Unternehmen oder an Aktienfonds, auch an Immobilien, Wald oder Ackerland. Wichtig sei in jedem Fall, Anlagen breit zu streuen und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Alte Anlageformen wie Bausparen oder Lebensversicherungen seien heute nicht mehr die richtige Antwort.

„Noch nie war es so wichtig wie jetzt, sich aktiv um das eigene Vermögen zu kümmern“, sagte Sparkassen-Vorstand Oliver Saggau in seiner Begrüßung, „hohe Renditen gibt es nicht mehr und daher sollte eine tatkräftige Vermögenssicherung an erster Stelle stehen“. Friedrich und Weik würden das sehr belebend und polarisierend erklären. Saggau: „Es ist Zeit für sichere und attraktive Werte.“

cri

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