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Ölpreis gibt Experten Rätsel auf

Hamburg Ölpreis gibt Experten Rätsel auf

Zwei Wochen vor dem Start der Sommerferien gibt es keine verlässliche Prognose.

Hamburg. . Zwei Wochen vor dem Beginn der Sommerferien hat der Ölpreis abermals die 50-Dollar-Marke geknackt – und diesmal könnte er sich dort vielleicht etwas länger halten als nur wenige Stunden. Nach zwei starken Handelstagen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent im Laufe der Woche zeitweise mehr als 52 Dollar. Als Ursache für den Preisanstieg machten Ölhändler den schwächelnden Dollarkurs aus sowie Produktionsausfälle in Venezuela, Nigeria und Kanada.

 

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Heizöl ist im Jahresvergleich immer noch günstig.

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Schon im Mai war Öl mit einem Durchschnittspreis von 47,74 Dollar je Barrel viel teurer als im Januar, als der Preis sogar unter 30 Dollar fiel. Das war der tiefste Stand seit einer Dekade. Seitdem ging es stetig aufwärts; allein von April auf Mai verteuerte sich Öl um mehr als zehn Prozent. Von einem Trend mögen die Forscher vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) dennoch nicht sprechen. „Das waren zum Teil auch besondere Einflüsse“, sagt HWWI-Energieexperte Leon Leschus. Deutsche Verbraucher spüren den Preisanstieg an der Tankstelle oder beim Heizölkauf.

Ölprodukte haben sich seit Januar verteuert, aber sie sind immer noch günstiger als vor einem Jahr. So kosten 100 Liter Heizöl in dieser Woche gut 52 Euro (bei Abnahme von 3000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer). Vor einem Jahr war die gleiche Menge elf Euro teurer. Ähnlich ist es beim Benzin: Der aktuelle Preis für einen Liter Super E10 beträgt im Durchschnitt ungefähr 1,32 Euro; vor einem Jahr waren es noch 1,44 Euro je Liter. „Niemand kann genau vorhersagen, wie die Preise in einigen Wochen zum Sommerferienstart sein werden“, sagt Alexander von Gersdorff vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV). Doch wie geht es weiter auf dem Ölmarkt? Die Gemeinde der Experten ist gespalten. Die einen verweisen auf diverse Risiken: In Nigeria wurde die Ölförderung zurückgefahren, Venezuela versinkt im Chaos, und die Ölförderer in den USA ziehen sich zurück. Auf der anderen Seite steht das Lager der Ökonomen, die damit rechnen, dass sich die Ölpreise wieder zurückbilden. Sie verweisen auf die Förderung aus dem Iran, zudem bleibe die Opec bei ihrer Strategie, die Förderung nicht zu drosseln. „Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Dass sich der Ölpreis noch einige Zeit ungefähr auf dem aktuellen Niveau hält“, sagt Leschus vom HWWI.

LN

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