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Wirtschaft im Norden Opel: Umbau ohne Kündigungen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Opel: Umbau ohne Kündigungen
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20:50 09.11.2017
Die Opel-Modelle Adam und Corsa stehen vor dem Opelwerk in Eisenach (Thüringen). Quelle: Foto: Martin Schutt/dpa
Rüsselsheim

Mit der Umsetzung des Programms „Pace“ (engl. Tempo) will das zuletzt verlustreiche Unternehmen im Jahr 2020 einen operativen Gewinn von zwei Prozent des Umsatzes schaffen. Er beinhaltet einen forcierten Wechsel auf Technologien des Peugeot-Mutterkonzerns PSA und eine schnelle Einführung von Elektromodellen, um die Abgasvorgaben der Europäischen Union einhalten zu können. Die Lohnkosten sollen über Abfindungen, innovative Arbeitszeitkonzepte und Altersteilzeit gesenkt werden, kündigte der neue Opel-Chef Michael Lohscheller an. So sollen zahlreiche 40-Stunden-Verträge auf die tariflich vereinbarten 35 Stunden zurückgefahren werden. Die genaue Ausgestaltung wie auch der Zeitraum des Kündigungsschutzes ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Arbeitnehmern. Bis Ende 2018 sind die 19000 Opel-Beschäftigten in Deutschland ohnehin vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen gemeinsam mit der britischen Schwestermarke Vauxhall 38000 Menschen an zehn Standorten in Europa.

Die Produktionskosten für jeden neuen Opel sollen um 700 Euro sinken, so dass bereits ab 800 000 Autos die Gewinnzone erreicht werde, kündigte Opel an. „Dies ist ein historischer Tag für Opel“, sagte Lohscheller. Es seien Elektrovarianten für jede Baureihe vorgesehen. Arbeitnehmervertreter reagierten positiv auf die Pläne.

PSA-Chef Carlos Tavares stimmte die Belegschaft auf ein hohes Umbautempo ein. „Es muss ganz klar sein, dass wir nur 5 Prozent geleistet haben und jetzt 95 Prozent der Umsetzung vor uns haben“, sagte er in Rüsselsheim.

LN

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