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Wirtschaft im Norden Paracelsus will Kliniken erhalten
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20:10 29.12.2017
Osnabrück

Kurz vor Weihnachten meldete der Krankenhaus-Konzern Paracelsus Insolvenz an. Jetzt sollen Anwälte und Sanierungsexperten die Klinik-Kette umbauen. Einige Behandlungen wird Paracelsus wohl aus dem Programm nehmen.

Die neue Führungsmannschaft der insolventen Paracelsus-Kliniken will die Krankenhäuser des Konzerns trotz finanzieller Probleme in Betrieb halten. „Es stehen keine Schließungen von Krankenhäusern an“, sagte Reinhard Wichels, der den bevorstehenden Umbau der Paracelsus-Kliniken leitet. Ob trotzdem einzelne Ärzte und Pflegekräfte ihre Jobs verlieren, konnte Wichels noch nicht sagen.

Bis spätestens Anfang März soll eine Strategie für den Umbau des Klinik-Konzerns mit Sitz in Osnabrück stehen.

Bei Paracelsus arbeiten 5200 Menschen. Der Konzern hat 40 medizinische Einrichtungen, vor allem Krankenhäuser und Reha-Kliniken, an mehr als 20 deutschen Standorten, viele davon in Niedersachsen. Der Verkauf einzelner Krankenhäuser ist laut Wichels nicht unbedingt ein Ziel der Sanierung: „Das Unternehmen hat das Potenzial, im Ganzen zusammen zu bleiben, und das wäre erst einmal im Interesse von allen Beteiligten.“

Einzig bei der Paracelsus-Klinik in Karlsruhe sei klar, dass der Konzern den Standort nicht selbst weiter betreiben könne. Paracelsus will verkaufen. „Aktuell sondieren mögliche Käufer die Situation“, sagte Wichels. In der Klinik hatte es unter anderem 2015 einen Skandal um verunreinigtes OP-Besteck gegeben.

LN

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