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Paydirekt: Neues System fürs Zahlen im Internet

Lübeck Paydirekt: Neues System fürs Zahlen im Internet

Deutsche Kreditinstitute wollen dem amerikanischen PayPal Konkurrenz machen — Strenge Datenschutzregeln gelten.

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Lübeck. Wer im Internet einkauft, kennt PayPal. Das Online-Bezahlverfahren aus den USA bekommt nun Konkurrenz: Deutschlands Banken starten Paydirekt. Damit können Einkäufe im Internet direkt vom Girokonto bezahlt werden. Die Hypovereinsbank hat bereits den Anfang gemacht, nun folgen die Postbank, die Commerzbank sowie 800 Genossenschaftsbanken, darunter auch die Volksbank Lübeck. Die Deutsche Bank startet zum Jahresende, die Sparkasse zu Lübeck plant die Produkteinführung im kommenden Frühjahr.

„Wir machen das Bezahlen beim Online-Kauf einfach und sicher“, verspricht Ralf Freitag, Niederlassungsleiter der Commerzbank Lübeck. Nach einmaliger Anmeldung können Bankkunden, die für das Online-Banking freigeschaltet sind, das neue Verfahren nutzen — mit nur zwei Klicks. Dabei ist Paydirekt im Unterschied zu anderen Online-Bezahlverfahren mit dem eigenen Girokonto verknüpft, ohne dass Dritte zwischengeschaltet sind. Der Verkäufer bekommt sofort eine Zahlungsgarantie, so dass er die Ware umgehend versenden kann. „Der Käufer erhält die Ware schneller, der Händler das Geld schneller“, sagt Freitag. Ein weiterer Vorteil sei die hohe Sicherheit.

Die Anmeldung bei Paydirekt erfolgt mit Benutzernamen und Passwort. Sensible Kontodaten müssen nicht eingegeben werden. Auch beim Bezahlvorgang selbst bleiben Kontodaten wie die Bankverbindung bei den Kreditinstituten. „Für Paydirekt gilt der strenge deutsche Datenschutz und das Bankgeheimnis“, betont Freitag. Zudem gebe es einen Käuferschutz. Liefert ein Händler nicht, so bekommen Kunden automatisch ihr Geld zurück.

Der Handelsverband Deutschland erwartet für dieses Jahr eine Umsatzsteigerung im deutschen Online-Handel um zehn Prozent auf 44 Milliarden Euro. „Bezahlt wird am häufigsten per Rechnung — ein Relikt aus dem analogen Zeitalter“, meint Freitag. Für den Kunden bedeute das zusätzlichen Aufwand, da er den Betrag separat überweisen muss. „Aus verschiedenen Studien wissen wir, dass viele deutsche Kunden sich zum Bezahlen im Internet ein Verfahren ihrer Bank wünschen“, berichtet Hermann von Blomberg, Regionsleiter der Deutschen Bank Ostsee/Lübeck. Er ist sicher, dass der Markt ein weiteres Verfahren aufnehmen kann.

Bisher steht PayPal, im Jahr 1998 gegründet, an der Spitze der Revolution des digitalen Bezahlens. Täglich werden 11,5 Millionen Zahlungen abgewickelt. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hält es aber für sinnvoll, PayPal etwas entgegenzusetzen. Denn die deutsche Kreditwirtschaft verfügt in Summe über das enorme Potenzial von 50 Millionen onlinefähigen Girokonten — Tendenz steigend, betont DSGV-Sprecher Alexander von Schmettow. „Es ist wichtig, dass wir unsere Kunden im Internet begleiten und ihnen passende Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen“, so Jörn Sanftleben, Sprecher der Sparkasse zu Lübeck.

Bei der Hypovereinsbank ist Paydirekt bereits angelaufen: „Die ersten Rückmeldungen sind vor allem aufgrund des sehr einfachen Handlings und der Einbindung im Online-Banking sehr positiv“, sagt Sprecher Ralf Horak.

Julia Paulat

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