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Pilotenstreik bei Lufthansa geht weiter

Pilotenstreik bei Lufthansa geht weiter

Airline veröffentlicht Sonderflugplan – Einschränkungen auch am Hamburger Flughafen.

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Umstieg vom Flieger auf die Bahn: ein Lufthansa-Fluggast auf dem Weg zum Bahnhof. FOTO: ARNE DEDERT/DPA

Frankfurt/Main. Bei der Lufthansa geht der Streik der Piloten in die nächste Runde: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat – nach einer Streikpause am Sonntag und gestern – wieder zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Airline veröffentlichte für beide Tage einen Sonderflugplan. Der erneute Streik betrifft laut Unternehmen rund 180000 Passagiere und führt auch zu Flugausfällen am Airport Hamburg. Dort seien heute 50 von 60 Abflügen und Ankünften von und nach Frankfurt und München gestrichen; laut Flughafen starten drei Maschinen nach München und zwei nach Frankfurt. Die Lufthansa bedient von Hamburg aus nur diese beiden Flughäfen. Was müssen betroffene Passagiere jetzt beachten?

Informationen: Erster Ansprechpartner für Flugreisende ist immer die Fluggesellschaft, bei Pauschalreisen der Reiseveranstalter. Passagiere erreichen Lufthansa unter der Telefonnummer 0800/8506070 (kostenlos aus dem Festnetz, Mobilfunk abweichend). Ob ihr Flug betroffen ist, sehen sie auf Lufthansa.com unter der Rubrik „Flugstatus“. Bei Informationen aus dem Internet ist es sinnvoll, sich diese als Beleg auszudrucken.

Stornieren, umbuchen, umsteigen: Bei gestrichenen Flügen dürfen Kunden ihr Ticket kostenlos stornieren oder umbuchen. Letzteres gilt für Flüge bis zum 30. November auch, wenn sie nicht vom Streik betroffen sind. Dies betrifft Buchungen bei Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines ab oder nach Frankfurt, München oder Düsseldorf, bei denen die Tickets bis zum 28.

November ausgestellt wurden. Der neue Reisezeitpunkt muss vor dem 31. März 2017 liegen und der Originaltarif beibehalten werden. Bei innerdeutschen Verbindungen können Kunden auf die Deutsche Bahn ausweichen. Dafür lässt sich das Ticket unter „Meine Buchungen“ in eine Bahnfahrkarte umwandeln.

Verspätung: Verspätet sich der Flug wegen des Streiks, stehen Betroffenen bestimmte Leistungen zu. Bei einer kürzeren Flugstrecke von maximal 1500 Kilometern haben die Passagiere ab einer Verspätung von zwei Stunden Anspruch auf Betreuungsleistungen, also Telefonate, Getränke und Mahlzeiten. Ist der Flug zwischen 1500 und 3500 Kilometer lang, greift die Vorschrift ab einer Verspätung von drei Stunden, bei Langstreckenflügen von 3500 und mehr Kilometern liegt die Grenze bei vier Stunden. Gegebenenfalls muss auch eine Übernachtung im Hotel bezahlt werden. Auch bei einer großen absehbaren Verspätung sollten Passagiere immer zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Fluggesellschaft doch früher einen Ersatzflug anbieten kann – und der Reisende ihn dann verpasst.

Entschädigung: Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere zwar laut EU-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro – aber nur, wenn kein „außergewöhnlicher“ Umstand daran schuld ist. Die Fluggesellschaften werten Streiks als außergewöhnlichen Umstand. Entschädigung gibt es daher nicht.

Vorsorglich stornieren? Fluggäste können Flüge außerhalb des Streikzeitraums laut einer Lufthansa-Sprecherin nicht auf Verdacht gebührenfrei stornieren oder umbuchen. Wer im Besitz eines Tickets für einen Flug an Weihnachten ist, kann dieses also nicht aus Angst vor einem Andauern des Streiks kostenfrei zurückgeben.

Piloten dürfen streiken

Die Lufthansa ist mit dem Versuch gescheitert, weitere Streiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit gerichtlich zu stoppen. Das Arbeitsgericht München lehnte gestern entsprechende Eilanträge des Unternehmens ab. Die für heute und morgen geplanten Streikmaßnahmen seien „nicht offensichtlich rechtswidrig“, befand das Gericht. Der von der Fluggesellschaft angeführte Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz liege nicht vor. Die Lufthansa erklärte, sie werde nun die Urteilsbegründung „sowie mögliche weitere rechtliche Schritte prüfen“.

Ein Angebot des Konzerns hatten die Piloten am Wochenende abgelehnt. Lufthansa hatte ein Gehaltsplus von 4,4 Prozent, eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern und Neueinstellungen vorgeschlagen. Die Vereinigung Cockpit sieht darin „kein verhandlungsfähiges Angebot“. Sie fordert Tariferhöhungen von 22 Prozent über fünf Jahre bis April 2017.

LN

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