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Wirtschaft im Norden Plan löst Problem nicht
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21:15 21.11.2016
Von Jan Dresing

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns will Landeskindern den Zugang zum Medizin-Studium erleichtern – wenn die sich verpflichten, später im Bundesland zu praktizieren. Ärztemangel auf dem Land ist ein drängendes Problem, das seit Jahren diskutiert wird. Der Plan aus Schwerin wird es allerdings nicht lösen.

Zwischen Studienbeginn und Facharztjob liegt ein ziemlich großer Zeitraum. Etwa elf Jahre – wenn es gut läuft. Vier Semester bis zum Physikum, sechs Semester im klinischen Teil, ein Praktisches Jahr, dann das Examen. In der Regel folgt eine fünfjährige Facharztausbildung. Wer kann heute schon sagen, wie sein Leben im Jahr 2027 aussehen soll?

Es bedarf anderer Maßnahmen gegen den Ärztemangel. Zuerst muss der NC als Zugangsberechtigung zum Medizin-Studium abgeschafft werden. Er allein ist kein Garant dafür, ein guter Arzt zu sein. Die Unis sollten vermehrt auf Bewerbungsgespräche setzen. Bislang werden 60 Prozent der Studienplätze so vergeben. Zudem muss das berufliche Umfeld der Landärzte attraktiver gestaltet werden. Mit flexiblen Niederlassungsmodellen und kommunalen Ärztezentren hat Schleswig-Holstein einen Anfang gemacht.

LN

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