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Wirtschaft im Norden Preise für Top-Immobilien an der Küste steigen weiter
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07:04 17.04.2018
Neue Ferienwohnungen direkt an der Ostsee: Das Projekt Priwall Waterfront in Travemünde lockt Investoren und Urlauber. Quelle: Foto: Roessler
Travemünde/Timmendorfer Strand

Die Preise für Ferienwohnungen werden nach Einschätzung des Hamburger Immobilienmaklers Engel & Völkers weiter steigen. Dagegen hätten sich die Preise für Ferienhäuser auf hohem Niveau stabilisiert, nur noch vereinzelt sei mit Zuwächsen zu rechnen. Für den Marktbericht wurden 20 Standorte an Nord- und Ostsee ausgewertet. Für Luxushäuser mit unverbaubarem Blick und Top-Ausstattung würden auf Sylt die höchsten Preise verlangt, der Spitzenwert habe zuletzt bei 17 Millionen Euro gelegen. In Timmendorfer Strand seien die Preise für Top-Häuser auf bis zu 3,7 Millionen Euro anzogen. Das teuerste Objekt auf Fehmarn habe mit 750 000 Euro leicht unter Vorjahresniveau gelegen. Wer auf Sylt eine Top-Ferienwohnung kaufen wolle, solle in bester Lage 20 000 Euro pro Quadratmeter bezahlen, erklärt Engel & Völkers. Die deutlichsten Preissteigerungen seien unter anderem in Travemünde (8500 Euro/Quadratmeter) zu verzeichnen.

„Seit etwa sechs Monaten stagniert der Markt an der Lübecker Bucht auf sehr, sehr hohem Niveau“, sagt Jan-Pieter Frick von Frick Immobilien in Neustadt (Ostholstein). Vereinzelt würden in Top-Lagen mit Seeblick – etwa an der Steilküste in Sierksdorf, in Strandlage in Scharbeutz und in Timmendorfer Strand – noch höhere Preise erzielt. Der gesamte Strandeinzugsbereich bis fünf Kilometer ins Landesinnere zwischen Travemünde und Fehmarn zeige sich „ungemein preisstabil, auch in zweiter und dritter Reihe“, sagt Frick. Timmendorfer Strand biete weiterhin mit Abstand die hochwertigsten Lagen, hier würden an der Strandallee bis zu 1800 Euro pro Quadratmeter Grundstück gezahlt. „In allen Küstenorten werden auch relativ junge Gebäude abgerissen, um Bauland in den Spitzenlagen zu generieren. Neustadt, Pelzerhaken, Heiligenhafen und Dahme verzeichneten zuletzt die höchsten Zuwächse“, erklärt Frick. Auch auf Fehmarn zeige sich – trotz der Beltquerung – flächendeckend ein deutlicher Preisanstieg.

Bei Von Poll Immobilien erzielen Neubauvillen in Timmendorfer Strand in erster Reihe aktuell bis zu 4,3 Millionen Euro, erklärt Vertriebsleiter Lars Ludwig. Selbst in zweiter Reihe könne man vereinzelt bei Top-Wohnungen bis zu 11000 Euro pro Quadratmeter umsetzen. Scharbeutz sei speziell für Ferienwohnungen stark nachgefragt, auch hier erwarte man steigende Preise, sagt Ludwig.

Der Preisanstieg von Ferienimmobilien aller Art werde sich „nicht in dieser Form fortschreiben lassen“, sagt Michael Steinweg, Leiter des Immobilien-Centers der Sparkasse zu Lübeck. Kunden und Investoren seien wieder kritischer geworden. Nirgendwo werde derzeit mehr gebaut als in Travemünde. Wegen der Bauprojekte wie dem „A-ja“-Resort und Priwall Waterfront sei dieser Standort sehr beliebt. „Dieser Trend wird sich nachhaltig fortsetzen und sich in steigenden Preisen niederschlagen.“

Hotel in Genf am teuersten

Die Hotelbranche in Europa hat 2017 von der gestiegenen Reiselust profitiert. Die Preisunterschiede sind groß. Genf ist besonders teuer. Die Schweizer Stadt

führte das Ranking von zwölf europäischen Metropolen an – mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 242,90 Euro pro Nacht. Das hat das Beratungsunternehmen PwC

ermittelt. Dahinter folgen Paris (231,30 Euro) und Zürich (203,90 Euro). Frankfurt liegt mit 122,10 Euro auf Rang acht, Berlin mit 95,70 Euro auf Platz 10.

 Christian Risch

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