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Wirtschaft im Norden Promis springen ins Wasser
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20:10 09.08.2018
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Berlin

Erst appelliert die Schauspielerin Marion Kracht leidenschaftlich gegen illegale Rückwürfe von Fischen, die als sogenannter „Beifang“ in den Schleppnetzen großer internationaler Fangflotten landen – und dann springt sie selbst ins Wasser, in ein rundes blaues Bassin. Mit ihrem Video gibt Kracht jetzt den Auftakt zu einer Protestaktion der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die verbotene Praxis der Rückwürfe. Weitere Prominente unterstützen die Aktion, etwa Schauspielerkollegin Christine Urspruch oder die ehemalige Boxweltmeisterin, Sängerin und Tierschutzaktivistin Tina Schüssler.

In ihrem Video empört sich Kracht darüber, dass „sinnlos tonnenweise“ Beifang – etwa Jungtiere, aber auch Haie, Delfine, Meeresschildkröten und andere Meerestiere, die nicht als Speisefische verkauft werden können – in den Netzen gefangen werden. Bisher dachte sie, diese Tiere würden, wenn sie ins Meer zurück geworfen werden, dort weiterleben. Doch heute weiß sie: „Sie krepieren jämmerlich. Rückwürfe sind illegal und müssen sofort gestoppt werden“, verlangt sie.

Gestern startete die DUH ihre große Online-Protestaktion. Der Geschäftsführer der Umweltorganisation, Sascha Müller-Kraenner, sagte den LN: „Mit dieser Protestaktion wollen wir den Druck auf Fischereiministerin Julia Klöckner erhöhen und zeigen, dass wir und die vielen Unterstützer diese illegalen Praktiken nicht akzeptieren.“ Bis zum 22. August, dem Weltfischtag, sollen über 100 000 Unterschriften gesammelt werden. Müller-Kraenner verwies auf die geltende Rechtslage in der EU, wonach der Beifang in Häfen gebracht und dort entsorgt werden müsse. Daraus könnte etwa Fischmehl gewonnen werden. Allerdings seien die Kontrollen durch die Fischereiaufsicht äußerst lückenhaft. Zudem müsse der Beifang auf die jeweiligen Fangquoten angerechnet werden.

LN

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