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Putzkräfte melden sich am häufigsten krank

Kiel Putzkräfte melden sich am häufigsten krank

Laut AOK-Gesundheitsreport 2015 hängt es stark vom Job ab, wie oft Mitarbeiter fehlen.

Kiel. Unter allen Berufsgruppen in Schleswig-Holstein waren Reinigungskräfte mit 30,4 Fehltagen im vergangenen Jahr am häufigsten krankgeschrieben. Es folgten Beschäftigte im Gerüstbau (29,6) sowie Busfahrer (29,4). Das geht aus dem AOK-Gesundheitsreport 2015 hervor, der gestern in Kiel veröffentlicht wurde. Am wenigsten fehlten demnach Ärzte (5) sowie Beschäftigte im Marketing (8,7) und in der Informationstechnik (9,3).

Insgesamt lag der Krankenstand in Schleswig-Holstein 2014 bei den 280 000 versicherten Arbeitnehmern der AOK unverändert bei 5,4 Prozent. Im Durchschnitt fehlte jeder Beschäftigte 19,8 Tage. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 12,5 Tagen. Den höchsten Krankenstand gab es im Gesundheits- und Sozialwesen mit 6,3 Prozent, der öffentlichen Verwaltung (6,2) und dem Energie- und Entsorgungssektor (6,1). Niedrig waren die Krankenstände in der Land- und Forstwirtschaft (3,6 Prozent) und bei Banken und Versicherungen (4). Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten erneut die meisten Fehltage. Mit 23,7 Prozent liegt der Anteil an den gesamten Fehltagen mit Abstand an erster Stelle. Es folgen psychische Erkrankungen (11,4 Prozent), Verletzungen (11,2 Prozent) und Atemwegserkrankungen (9,2 Prozent).

Präventionsangebote in den Betrieben sollten immer speziell auf die jeweilige Berufsgruppe bezogen werden, sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest. „Mit unserem Service ,Gesunde Unternehmen‘ analysieren wir die Situation im Betrieb und helfen bei der Planung und Durchführung gesundheitsförderlicher Maßnahmen.“

Auch die Barmer GEK biete eine breite Palette von Präventionsprogrammen an, wie Wolfgang Klink, Sprecher in Schleswig-Holstein, gestern mitteilte. „Bei uns lag der Krankenstand 2014 in Schleswig-Holstein bei 4,81 Prozent“, so Klink. Die Zahl beziehe sich auf 152000 versicherte Erwerbstätige. Zur betrieblichen Prävention zählten etwa ein Bonusprogramm, Gesundheitstage sowie das Programm „Fit und gesund am Arbeitsplatz“. Der Krankenstand der Techniker Krankenkasse TK in Schleswig-Holstein lag bei 4,42 Prozent. „Dies entspricht durchschnittlich 16,1 Fehltagen je Erwerbsperson“, so Sprecher Volker Clasen. „Unsere Berater für Gesundheitsmanagement unterstützen Firmen dabei, die richtigen Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Erfolgreiche Projekte im Betrieb setzen da an, wo sie am meisten erreichen können.“ Seminare für Führungskräfte seien sinnvoll: Chefs hätten nicht nur selbst einen großen Anteil daran, ob Arbeit gesund ist. „Sie sind auch wichtige Multiplikatoren für dieses Anliegen.“ meu

„Prävention sollte sich auf die Berufsgruppe beziehen.“

Martin Litsch, AOK

LN

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