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Wirtschaft im Norden RWE verdient wieder besser, aber Stromgeschäft lahmt
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden RWE verdient wieder besser, aber Stromgeschäft lahmt
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22:12 14.08.2017
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Essen

Der zuletzt kriselnde Energiekonzern RWE verdient wieder besser: Im ersten Halbjahr haben die Essener von einer Atomsteuer-Rückerstattung sowie einem besseren Finanzergebnis profitiert und ihren Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse aus der Stromerzeugung mit Braun- und Steinkohle lahmen aber weiter, teilte RWE gestern in Essen mit.

Sein Sparprogramm Neo zum Abbau von 2300 Stellen und zur Einsparung von 300 Millionen Euro bis 2019/2020 setzt der Dax-Konzern deshalb fort. Zu möglichen Verkäufen des 77-Prozent- Anteils an der Ökostrom-Tochter Innogy wollte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz sich nicht äußern. Bilanz und Rating seien stabil. „Wir stehen bei Innogy nicht unter Verkaufsdruck“, sagte Schmitz.

Unter dem Strich erzielte RWE einen Überschuss von 2,7 Milliarden Euro, nach 457 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinnsprung ist maßgeblich auf die Rückerstattung von 1,7 Milliarden Euro ungerechtfertigt eingezogener Kernbrennstoffsteuer zurückzuführen. Darüber hinaus stehen RWE 250 Millionen Euro an Zinsen zu, die noch im Laufe des Jahres fließen sollen.

Auch ohne den Sonderfaktor Steuererstattung stieg das bereinigte Nettoergebnis um ein Drittel auf 809 Millionen Euro, teilte RWE mit. Das Unternehmen habe beim Energiehandel wieder Geld verdient, während im ersten Halbjahr Verluste angefallen waren. Außerdem gingen die Pensionsverpflichtungen zurück.

Für das Gesamtjahr erwartet RWE einen bereinigten Nettoüberschuss von 1 bis 1,3 Milliarden Euro und sieht sich eher im oberen Bereich der Prognose. Im Vorjahr lag der Überschuss bei 777 Millionen Euro. Die Aktien stiegen daraufhin im Dax zwischenzeitlich um rund 1,5 Prozent.

LN

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