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Raiffeisenbank überrascht wegen gescheiterter Fusion

Lübeck Raiffeisenbank überrascht wegen gescheiterter Fusion

Vorstand: Volksbank Lübeck hat einseitig abgesagt.

Lübeck. Warum ist die Fusion zwischen der Volksbank Lübeck und der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG geplatzt? Kai Schubert, Vorstand der Raiffeisenbank, nannte die Absage gestern „überraschend“, sie sei „einseitig durch den Vorstand der Volksbank Lübeck“ erfolgt. „Wir halten diese Entscheidung für ziemlich verantwortungslos.“ Er, sein Vorstandskollege Carsten-Peter Feddersen und der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank seien „vom Sinn einer Fusion nach wie vor überzeugt“, sagte Schubert, der Zusammenschluss sei eine „hervorragende Chance“.

Streit habe es nicht gegeben. Über Monate habe man mit allen Mitarbeitern ein tolles Konzept erarbeitet. „Ich habe die Atmosphäre in den Fusionsverhandlungen und die Kultur des Umgangs als ausgesprochen angenehm empfunden und sehr geschätzt.“ Man habe den Verschmelzungsvertrag auch ohne formelle Beurkundung als verbindlich angesehen. „Das gegebene Wort und die Nähe und das Vertrauen zu unseren Kunden sind für uns in unserem Werteverständnis hohe Güter“, ergänzte Schubert.

Im September hatten die Banken ihren Plan erklärt, im Dezember den Verschmelzungsvertrag unterschrieben. Vor zwei Tagen die Vollbremsung: Man habe erkannt, „dass die Kulturen beider Häuser zu unterschiedlich sind“, erklärte die Volksbank Lübeck. Man wolle „konsequent nach hanseatischem Werteverständnis“ handeln. „Die Enttäuschung auf beiden Seiten ist nachvollziehbar und verständlich.

Genauso wie der Wunsch, mehr über Hintergründe zu erfahren“, so Volksbank-Vorstand Michael Brandt. Er bitte um Verständnis, dass er über interne Dinge nicht öffentlich rede. „Das wäre weder verantwortlich noch fair.“

„Für uns geht jetzt die Welt nicht unter“, sagte Schubert. Die Raiffeisenbank sei hervorragend aufgestellt. „Wir konnten das Kreditwachstum 2015 um 10 Prozent steigern, wir erfüllen schon jetzt die ab 2019 geforderte Eigenkapitalquote.“ Die Absage der Fusion sei trotzdem „ausgesprochen schade“. cri

LN

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