Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Razzia bei Ryanair-Piloten

Koblenz Razzia bei Ryanair-Piloten

Steuerfahnder suchen nach Beweisen für Scheinselbstständigkeit.

Voriger Artikel
Die Regierung auf dem Abgas-Prüfstand
Nächster Artikel
Diebe stehlen am liebsten Hornhauthobel

Ryanair-Chef Michael O’Leary warb für einen Verbleib in der EU.

Koblenz. . Fahnder haben Piloten- Räume an sechs deutschen Ryanair-Flughäfen durchsucht. Es gehe um mutmaßlichen Steuer- und Sozialversicherungsbetrug von Partnerfirmen der Airline, sagte gestern der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner. Er bestätigte damit einen Bericht von „Zeit Online“. Zu der Razzia mit mehreren Dutzend Beamten sei es am Dienstag an den Flughäfen Berlin-Schönefeld, Köln, Weeze in Nordrhein- Westfalen, Hahn im Hunsrück, Bremen und Baden-Baden gekommen.

Die Fahnder hätten Computer, Einsatzpläne und weitere Dokumente sichergestellt. Auch mindestens zwei Privatwohnungen von Piloten seien durchsucht worden. Gegen Piloten werde wegen des Verdachts der Beihilfe zum Steuer- und Sozialversicherungsbetrug ermittelt. Im Raum steht mutmaßliche Scheinselbstständigkeit.

Zugrunde liegen Ermittlungen gegen zwei britische Personaldienstleister, die Piloten unter Vertrag genommen und an den irischen Billigflieger Ryanair ausgeliehen haben. Damit können Airlines ihre Personalkosten drücken. In Deutschland stationierte selbstständige Ryanair-Piloten sollen Steuern und Abgaben aber nicht – wie nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft von einer EU-Verordnung vorgeschrieben – hierzulande am Einsatzort abgerechnet haben. Die Ermittlungen laufen bereits seit mindestens sechs Jahren.

„Ryanair hat sich mit den deutschen Steuerbehörden getroffen und zugestimmt, diese bezüglich ihrer Nachforschungen zu einigen Vertragspiloten zu unterstützen“, sagte Sprecher Robin Kiely. „Die deutschen Behörden haben bestätigt, dass die Steuerfahndung nicht gegen Ryanair ermittelt.“ Die Airline verlange von all ihren Piloten, „dass sie sich stets entsprechend ihren steuerlichen Pflichten verhalten“. Jim Phillips von der Pilotengewerkschaft Cockpit sagte, es dürfe in einer Branche mit einer so hohen Verantwortung wie der Luftfahrt nicht Verträge geben, die der Umgehung von Arbeitnehmergesetzen dienten. Beschuldigten Piloten sei hier ein womöglich illegales Handeln wohl gar nicht bewusst gewesen. „Aber nach den Durchsuchungen wird es schwieriger mit ihrer Konzentration.“

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 12.166,50 -0,30%
TecDAX 2.255,50 -0,65%
EUR/USD 1,1762 +0,30%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

MÜNCH. RÜCK 178,50 +1,55%
RWE ST 20,49 +1,06%
E.ON 9,57 +0,93%
MERCK 90,93 -1,54%
FRESENIUS... 68,78 -1,25%
FMC 79,07 -0,62%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 123,39%
Crocodile Capital MF 103,59%
Allianz Global Inv AF 95,20%
BlackRock Global F AF 96,84%
Commodity Capital AF 96,81%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.