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Rekordjahr für die Mach AG

Lübeck Rekordjahr für die Mach AG

Die Digitalisierung der Verwaltung beschert der Lübecker Firma stolze Zuwächse.

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„In der Digitalisierung der Behörden steckt sehr viel Potenzial.Rolf Sahre, Mach AG

Lübeck. „2016 war das beste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte“, sagt Rolf Sahre, der Chef der Lübecker Mach AG, freudestrahlend. Zum zweiten Mal in Folge können die IT-Experten für die öffentliche Verwaltung ein Plus von mehr als 15 Prozent Wachstum verbuchen, diesmal sogar noch etwas mehr als 2015. „Wir nähern uns voraussichtlich einem Umsatz von 24 Millionen Euro“, erklärt Sahre. Zum Vergleich: Der Markt wachse derzeit um zwei bis sieben Prozent. Auch die Mitarbeiterzahl ist im vergangenen Jahr gewachsen. Aktuell beschäftigt die Mach AG 240 Mitarbeiter, davon knapp 200 am Hauptsitz in Lübeck. Sahre: „Wir sehen uns durch große und langjährige Aufträge in der Lage, unseren Wachstumskurs fortzusetzen und weiter in Lübeck zu investieren.“

Einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr sei der Zuschlag für ein großes Modernisierungsprojekt der 13 Hochschulen in Sachsen gewesen, erklärt Sahre. Im neuen Jahr hat die Mach AG nun den Zuschlag für ein Großprojekt in Thüringen erhalten. Hier führen die Lübecker gemeinsam mit den Partnern Gisa GmbH und BDO AG an zehn Hochschulen ein neues Verwaltungssystem ein.

In Nordrhein-Westfalen arbeite man mit 18 Hochschulen und dem Innenministerium zusammen, auch in Rheinland-Pfalz und Berlin gebe es viele Projekte. In Schleswig-Holstein würden mittlerweile 55 Prozent der Einwohner mit Hilfe einer Mach-Software verwaltet. In Lübeck etwa würden Gewerbesteuerbescheide und Grundbesitzabgaben mit Hilfe der Mach-Software verschickt. „Mit den Landkreisen sind wir dabei, auf elektronische Rechnungsbearbeitung umzustellen“, erklärt Sahre. Der Kreis Herzogtum Lauenburg sei bei dem Projekt vorne dran.

Der Markt für die Lübecker IT- Experten wird in Zukunft weiter wachsen. Viele Bundesländer hätten sogenannte E-Government-Gesetze erlassen, daraufhin gebe es jetzt zahlreiche Ausschreibungen für neue Projekte. „In der Digitalisierung der Behörden steckt sehr viel Potenzial. Da werden wir sicherlich weiter partizipieren können“, sagt der Vorstandschef.

Das bedeutet, dass das Lübecker Unternehmen viele neue Stellen in den Bereichen Entwicklung, Beratung und Vertrieb besetzen muss. Dabei baut die Firma auf Informatik-Studenten der Universität zu Lübeck, der man durch eine enge Zusammenarbeit verbunden ist. Aber auch Studierende anderer Fachrichtungen – etwa Soziologen, Politologen, Historiker oder Mathematiker – hätten die Möglichkeit, bei der Mach AG eine Stelle zu bekommen. „Was es braucht, ist analytisches Denken, strukturierte Arbeit und die Lust, etwas Neues machen zu wollen“, sagt Sahre. Um den Wachstumskurs fortführen zu können, sei man aber auch auf erfahrene Mitarbeiter angewiesen.

Sehr beeindruckt zeigt sich der Mach-Chef von den Erfahrungen, die er auf einer Delegationsreise der Landesregierung bei Unternehmen des Silicon Valley in Kalifornien gemacht hat. „Wer weiß, vielleicht wird Lübeck mit der Mach AG schon bald zum Zentrum der IT-Wirtschaft für die öffentliche Verwaltung und junge Absolventen strömen in die Lübecker ,Bay Area’“, beschreibt er seine Vision.

Christian Risch

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