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Richter stärken private Anbieter von Sportwetten

Luxemburg Richter stärken private Anbieter von Sportwetten

. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die in einer rechtlichen Grauzone arbeitenden privaten Anbieter von Sportwetten gestärkt.

Luxemburg. . Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die in einer rechtlichen Grauzone arbeitenden privaten Anbieter von Sportwetten gestärkt. Die deutsche Glücksspielregulierung verstoße gegen EU- Recht, weil das von vielen Gerichten gekippte staatliche Glücksspiel-Monopol faktisch fortbestehe. Private Anbieter ohne deutsche Lizenz dürften auch deshalb nicht bestraft werden, urteilte gestern der EuGH in Luxemburg (Rechtssache C-336/14). Der Glücksspielstaatsvertrag sieht zwar vor, dass 20 private Anbieter eine Sportwetten-Konzession bekommen können. Bislang ist jedoch keine vergeben. Derzeit nutzen die Anbieter oft Lizenzen aus dem Ausland.

Das Urteil bestätigt die Haltung der früheren CDU-FDP-Landesregierung in Kiel, die das staatliche Glücksspiel-Monopol abschaffen wollte. Der Deutsche Sportwettenverband fordert nun eine grundlegende Reform. Vertreter des staatlichen Glücksspielsektors sehen dagegen keinen Anlass zur Sorge. Der EuGH habe immer bestätigt, dass jedes Land eigenständig handeln dürfe, erklärten sie.

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