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Rickmers: Bangen um 2000 Jobs

Hamburg Rickmers: Bangen um 2000 Jobs

Reederei reicht Insolvenzantrag ein – HSH Nordbank zog bei Sanierung nicht mit.

Hamburg. . Die Hamburger Charterreederei Rickmers Group hat gestern einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht eingereicht. Das bestätigte ein Sprecher der Reederei. Der Insolvenzantrag war notwendig geworden, nachdem die HSH Nordbank am Vortag dem Sanierungskonzept für das Unternehmen die Unterstützung verweigert hatte. Der Vorstand der Bank hielt die Pläne für nicht tragfähig. Daraufhin war das Konzept hinfällig und keine positive Prognose für die Reederei mehr möglich. Rickmers strebt nun eine Insolvenz in Eigenverwaltung an und will den Geschäfts- und Schiffsbetrieb fortführen.

Die Gläubiger einer 275-Millionen-Euro-Anleihe der Rickmers Group kamen unterdessen in Hamburg zusammen, um einen gemeinsamen Vertreter zu bestimmen. Die ursprünglich geplante Abstimmung über das Sanierungskonzept war mit der Absage der HSH Nordbank hinfällig. Die Entscheidung der Banken über das Sanierungskonzept war ursprünglich im Laufe des Monats Juni erwartet worden; insofern war der Zeitpunkt der HSH-Nordbank-Absage unmittelbar vor der Gläubigerversammlung überraschend. Es war jedoch klar, dass die Zustimmung der Banken keineswegs sicher ist. Neben der HSH Nordbank gehören auch die Unicredit, die Deutsche Bank, die NordLB und weitere Institute zum Gläubigerkreis.

Die Rickmers-Insolvenz ist Folge der hartnäckigen Krise in der Schifffahrt, die mittlerweile seit neun Jahren andauert. In der Folge sind zahlreiche kleine Reedereien aus dem Geschäft ausgeschieden;

die deutsche Handelsflotte hat sich deutlich verkleinert. Die Charter-Reedereien, die den größten Teil der deutschen Schifffahrt ausmachen, vermieten ihre Schiffe an die großen Linienreedereien wie Maersk oder Hapag-Lloyd. Bei den Container-Linienreedereien hat die Krise zu einer globalen Konzentrationswelle geführt.

LN

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