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Roboter sucht Munition im Meer

Kiel Roboter sucht Munition im Meer

Millionen Tonnen Weltkriegsaltlasten liegen noch auf dem Meeresgrund.

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Robert Habeck (Grüne).

Kiel. . Mindestens 1,6 Millionen Tonnen Munition allein in deutschen Küstengewässern und vielleicht das Zehnfache auf dem Meeresboden in ganz Europa sind eine bisher unbewältigte Altlast zweier Weltkriege. „Das ist ein titanisches Problem“, sagte gestern der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Er stellte ein Projekt vor, das aus seiner Sicht einen Wendepunkt beim Umgang mit den am Meeresgrund verrottenden gefährlichen Minen und Torpedos bringen kann: In Zukunft soll die Munition mit Hilfe eines Roboters vollautomatisch geborgen, unschädlich gemacht und umweltgerecht entsorgt werden.

Das Konzept sieht vor, nach der Bergung beispielsweise einer Mine durch den Roboter den Sprengstoff zu verflüssigen und auf einer schwimmenden Plattform zu verbrennen. Von der Munition bliebe nur Schrott übrig. Gefährliche Tauchereinsätze und Sprengungen könnten vermieden werden. Damit würden auch Schweinswale und andere Meeresbewohner geschont, die unter den von Sprengungen verursachten Schallwellen leiden.

Einen Prototypen kündigte die maßgeblich am Projekt beteiligte Hamburger Firma Heinrich Hirdes EOD Services GmbH für 2017 an. Dann soll die Funktionsfähigkeit an Minen-Dummies in einem Testbecken in Husum erprobt werden. Die auf die Kampfmittelräumung im Meer spezialisierte Firma hofft auf eine dramatische Kostensenkung, sagte der technische Direktor Jan Kölbel. Bisher koste es 60000 Euro, eine einzige Mine am Tag zu sprengen. Die Robotertechnik soll es auch ermöglichen, unabhängig vom Tageslicht arbeiten zu können. Wann die neue Technik für die Praxis verfügbar sein wird, ist noch offen. Nach Jahrzehnten der Ignoranz werde das Problem der Munitions-Altlasten im Meer mittlerweile endlich zur Kenntnis genommen, sagte Habeck.

LN

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