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Rückzug des HSH-Nordbank-Chefs schlägt hohe Wellen

Hamburg/Kiel Rückzug des HSH-Nordbank-Chefs schlägt hohe Wellen

Fraktionen des Landtages bewerten den mutmaßlichen Ausstieg Constantin von Oesterreichs sehr unterschiedlich.

Hamburg/Kiel. Die Berichte über die Rückzugs-Absichten von HSH- Nordbank-Chef Constantin von Oesterreich haben im Landeshaus ein starkes Echo ausgelöst. Die Urteile reichen von „schlechter Stil“ bis „bester Zeitpunkt“. Eigentlich läuft der Vertrag des 63-jährigen HSH-Vorstandschefs noch bis 2017. Er soll, so berichtete das „Handelsblatt“, den Aufsichtsrat aber um eine vorzeitige Auflösung des Vertrags noch im Jahr 2016 gebeten haben. Bis 2018 muss die kriselnde Bank, die derzeit noch zu mehr als 80 Prozent den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, privatisiert oder abgewickelt worden sein, so fordert es die EU. Die Führung in dieser schwierigen Phase soll offenbar der 50-jährige bisherige HSH-Finanzvorstand und Oesterreich-Vize Stefan Ermisch übernehmen.

 

LN-Bild

Constantin von Oesterreich.

Quelle: dpa

„Es überrascht mich, dass wir eine solche Entscheidung aus der Presse erfahren“, mokiert sich nun der SPD-Landtags-Finanzpolitiker Lars Winter. „Das ist nicht das erste Mal bei der HSH Nordbank, und das ist schlechter Stil.“ Wenn Constantin von Oesterreich vorzeitig aus seinem Vertrag aussteigen möchte, werde er seiner Verantwortung nicht gerecht. Das sei „kein positives Signal an den Markt“.

Ganz anders fällt das Urteil des CDU-Finanzpolitikers Tobias Koch aus. Natürlich erzeuge ein Wechsel an der Spitze zunächst eine gewisse Unruhe. „Allerdings wird der neue und bereits intensiv mit der Bank vertraute Vorstandsvorsitzende nun den kompletten Privatisierungsprozess gestalten können.“ Deshalb sei der Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt besser als zu jedem anderen innerhalb der kommenden zwei Jahre.

Da ist sich die CDU offenbar mit Grünen-Finanzministerin Monika Heinold einig. Es sei für einen erfolgreichen Privatisierungsprozess erforderlich, die Besetzung des Vorstandes „über die gesamte Dauer des Veräußerungsverfahrens vertraglich sicher zu stellen“, heißt es von ihr in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Hamburger Finanzsenator.

Die FDP bleibt kritisch: „Unabhängig davon, wie qualifiziert Herr Ermisch für diese Aufgabe ist: Der Abgang von Oesterreichs ist ein fatales Signal in der aktuellen Situation der HSH Nordbank“, sagt Parteichef Heiner Garg. Gerade bei den anstehenden großen Herausforderungen für die Bank „wäre eine personelle Kontinuität das beruhigendere Signal gewesen“.

Von W. Hammer

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