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Rüstungsbetriebe im Norden machen gute Geschäfte

Kiel Rüstungsbetriebe im Norden machen gute Geschäfte

Eine Blitzumfrage bei den Firmen im nördlichsten Bundesland ergab: Viele haben volle Auftragsbücher und schaffen Jobs.

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Gewehre von Sig Sauer – hier auf einer Jagd- und Sportwaffenmesse – sind begehrt.

Quelle: Foto: Daniel Karmann/dpa

Kiel. . Die Rüstungsindustrie in Schleswig-Holstein rechnet in diesem Jahr mit Umsatzsteigerungen und zum Teil mit weiteren Personaleinstellungen. Das habe eine Konjunktur-Blitzumfrage des Arbeitskreises Wehrtechnik bei den Mitgliedsfirmen ergeben, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Wehrtechnik, Dieter Hanel, gestern in Kiel. Die Entwicklung der einzelnen Unternehmen sei allerdings unterschiedlich. Konkrete Zahlen könnten noch nicht genannt werden. Insgesamt werde die Lage besser eingeschätzt als im vergangenen Jahr, vor allem von den größeren Wehrtechnik-Unternehmen. 2016 habe der Umsatz der 29 Mitgliedsunternehmen bei 1,5 Milliarden Euro gelegen. Die Zahl der Beschäftigten habe um etwa acht Prozent zugenommen. 6200 Menschen arbeiten nach Angaben von Hanel direkt in der Wehrtechnik im Norden – so viele wie nie zuvor in den vergangenen 25 Jahren. Hinzu kämen Tausende von weiteren Arbeitsplätzen.

Der Exportanteil lag im vergangenen Jahr bei mehr als 50 Prozent. Für das laufende Jahr sei mit einem ähnlichen Anteil zu rechnen, sagte Hanel. Über die vergangenen Jahre schwanke der Exportanteil zwischen 50 und 70 Prozent. Zur Produktpalette gehören unter anderem U-Boote, andere Marineschiffe, Panzer und Schützenpanzer sowie Kommunikations- und Luftfahrttechnik.

Als gravierendes Problem nannte Hanel die nach Ansicht der Branche viel zu langen Zeiträume, bis die Behörden über Exportanträge entscheiden. Dies dauere in manchen Fällen bis zu zwei Jahre. Für den Export etwa von Ersatzkomponenten müssten Entscheidungen aber innerhalb von drei Monaten möglich sein, forderte Hanel. Um die Exportchancen der Unternehmen nicht zu gefährden, sei eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten bei Exportgenehmigungen dringend erforderlich.

Die neue, auf die Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtete Einsatzstruktur sowie die Finanz- und Materialplanung der Bundeswehr („Bundeswehr 2032“) lassen die Wehrtechnik-Unternehmen optimistischer in die Zukunft schauen. „Es überwiegt die Zuversicht, dass sich die Nachfrage seitens der Bundeswehr in den nächsten Jahren wieder in Richtung Zuwachs entwickelt“, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises Wehrtechnik. Notwendig sei auch eine europäische Harmonisierung etwa bei Normen in der Wehrtechnik. An der Konjunkturumfrage nahmen 18 Unternehmen in Schleswig-Holstein mit insgesamt 19200 Mitarbeitern teil, von denen schätzungsweise 5000 direkt in der Wehrtechnik arbeiten.

LN

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