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Wirtschaft im Norden Schlechte Bedingungen an Unis für Mitarbeiter
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21:12 13.04.2017
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Kiel

. Die Arbeitssituation vieler Hochschulbeschäftigter in Schleswig-Holstein ist einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes zufolge von sozialer Unsicherheit geprägt. Zeitlich befristete Verträge und lediglich Teilzeitstellen – oft gegen den Willen der Beschäftigten – seien weit verbreitet, kritisierten der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn, und weitere Gewerkschaftsvertreter gestern in Kiel.

Uwe Polkaehn, DGB-Nord.

Der DGB stellte seinen ersten „Hochschulreport Schleswig-Holstein“ zu den Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen vor. An der Online-Umfrage an allen neun staatlichen Hochschulen im Norden hatten sich 1426 von insgesamt 5420 Beschäftigen beteiligt. Die Rücklaufquote von 26 Prozent sei sehr hoch. Die Ergebnisse seien zwar nicht repräsentativ, aber dennoch aussagekräftig, betonte Polkaehn.

Laut Umfrage sind drei Viertel der Wissenschaftler an den Unis (Professoren ausgenommen) und 20 Prozent der technischen und Verwaltungsangestellten nur befristet beschäftigt. Bei den 25- bis 34-jährigen wissenschaftlichen Angestellten hätten sogar 98 Prozent nur befristete Verträge, sagte DGB-Referentin Siglinde Hessler. „Das ist besonders alarmierend, denn in diesen Jahren ist die Phase der Lebensplanung.“

Im Wissenschaftsbereich haben laut Umfrage 55 Prozent der Befragten nur Teilzeitverträge von im Schnitt 25 Monaten. Bei den technischen und Verwaltungsangestellten sind es 41 Prozent. Rund 80 Prozent der Teilzeit-Beschäftigten sind unfreiwillig in dieser Situation.

Laut Polkaehn habe bislang nur Lübeck einen gesetzlich vorgesehenen Verhaltenskodex zur Gewährleistung guter Arbeitsbedingungen eingeführt. Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) sagte, die Hochschulen müssten sich jetzt auf den Weg machen, den Kodex auch in ihrer Praxis umzusetzen.

LN

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