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Wirtschaft im Norden Schleswig-Holstein bleibt bei der Kfz-Haftpflicht günstig
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Schleswig-Holstein bleibt bei der Kfz-Haftpflicht günstig
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20:19 31.08.2016

Gute Nachricht für Autofahrer: Für viele Schleswig-Holsteiner gelten auch im kommenden Jahr niedrige Regionalklassen in der Kfz-Versicherung. Nach der aktuellen Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin bleiben in zwölf der insgesamt 15 Zulassungsbezirke des Landes die Einstufungen erhalten. In Dithmarschen profitieren Versicherte von einer niedrigeren Regionalklasse. Autofahrer in Lübeck und Neumünster müssen sich hingegen auf höhere Tarife einstellen.

Wie sich die Änderung der Regionalklassen bei den verschiedenen Versicherungen finanziell auswirkt, ist noch unklar. „Es ist nur ein Risikomerkmal von vielen“, erklärt GDV-Sprecherin Kathrin Jarosch.

Als Faustregel könne man aber sagen: geringere Regionalklasse, geringerer Preis.

Die Kfz-Regionalklassen basieren auf den Schadenbilanzen aus insgesamt 415 Kfz-Zulassungsbezirken. Dabei ist nicht entscheidend, wo ein Unfall passiert oder ein anderer Schaden entstanden ist, sondern die Grundlage ist der Wohnsitz des Fahrzeughalters. Die dabei erfassten Schäden bilden die Grundlage für einen Indexwert – bei der Haftpflicht gibt es 12, bei der Vollkasko 9 und bei der Teilkasko 16 verschiedene Klassen.

Bundesweit profitieren knapp 6,3 Millionen Autofahrer in Deutschland von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflicht. Rund 4,8 Millionen werden heraufgestuft. Dazu gehören auch die Autofahrer in Lübeck, die mit 6 jetzt eine Klasse höher eingestuft werden. Dieselbe Klasse gilt für Autofahrer im Zulassungsbezirk Segeberg. Die höchste Haftpflichtklasse im Norden hat Pinneberg: Klasse 8. Für fast die Hälfte der Autofahrer im Norden gelten jedoch weiterhin die niedrigsten Regionalklassen 1 und 2. „Das liegt an der geringen Verkehrsdichte und den guten Autofahrern im Norden“, meint Jarosch.

Günstige Einstufungen für Autobesitzer gibt es auch in Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Den bundesweit besten Schadenbilanzwert weist Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern auf, den schlechtesten Offenbach in Hessen. Schwerin bleibt die Landeshauptstadt mit der niedrigsten Regionalklasse (1), Erfurt (Klasse 3), Kiel (5) und Bremen (5) folgen dahinter. Besonders teuer sind die Versicherungsprämien in den Großstädten Hamburg, Berlin und München (je 12).

Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich. Dennoch gibt sie Anhaltspunkte für die Berechnung neuer Tarife – sie werden in der Regel wieder zum 1. Januar 2017 geändert. J. Paulat

LN

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