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Schleswig-Holsteins Tourismusbranche hofft auf weiteres Wachstum

Kiel Schleswig-Holsteins Tourismusbranche hofft auf weiteres Wachstum

Immer mehr Touristen machen Urlaub in Schleswig-Holstein. Die Branche setzt mittlerweile 7,5 Milliarden Euro um. Die Verantwortlichen wollen diesen Aufschwung verstetigen. Dabei setzen sie vor allem auf mehr Qualität bei der Unterbringung und dem Umfeld.

Die Kasse klingelt auch in diesem Jahr - 7,5 Milliarden Euro Umsatz könnte die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein 2016 machen.

Quelle: Tourismus-Service Neustadt-Pelzerhaken-Rettin

Kiel. Mit mehr Qualität will die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein jüngste Zuwächse langfristig sichern. „Wir haben ein eindeutiges Hoch beim Tourismus in Schleswig-Holstein“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers 2016. Nach dem Anstieg der gebuchten Übernachtungen sieht er die nächste Herausforderung in einer Steigerung der Qualität von Hotels und Ferienwohnungen und deren Umfeld im Land.

2015 waren mehr als sieben Millionen Urlauber ins nördlichste Bundesland gereist. Sie buchten 27,1 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben - das waren laut Tourismusbarometer so viele wie nie zuvor. Unterm Strich kamen vier Prozent mehr Urlauber in den Norden. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Ankünfte nur um 2,0 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 2,6 Prozent.

Tourismusverbands-Chef Jörn Klimant rechnet 2016 mit einem Bruttoumsatz der Branche in Höhe von erneut mehr als 7,5 Milliarden Euro. „Die Städte und die Küsten sind nach wie vor der Wachstumsträger“, sagte Klimant. Er sprach von einem „permanenten Höhenflug“, indem sich die Branche befinde. Dies bekommen auch Anbieter von Freizeitparks, Zoos, Museen oder Erlebnisbäder zu spüren. Sie verzeichneten 2015 ein Besucherplus in Höhe von 3,1 Prozent.

Die Quantität der zahlenden Gäste sei aber längst nicht alles. Die Tourismusanbieter im Land müssten künftig noch stärker auf die Qualität der Angebote setzen, sagte Klimant. Urlauber hätten den zunehmenden Wunsch nach mehr Qualität sowohl der Unterbringung als auch des jeweiligen Umfeldes ihrer Ferienwohnung oder ihres Hotelzimmers. Mehr als 100 Fachleute diskutierten am Mittwoch in Kiel angesichts des boomenden Tourismus über Perspektiven der Branche.

Der Jahresbeginn macht den Verantwortlichen Hoffnung auf eine Fortsetzung des guten Trends. „Die Hotelzimmer waren im Februar zu 49,1 Prozent belegt“, sagte Meyer. Das seien noch einmal deutlich mehr als vor einem Jahr (44 Prozent). Im Zeitraum November bis Februar gebe es bereits seit längerem deutliche Zuwächse. Das Land wolle weiterhin eine „Ganzjahres-Destination“ werden.

Die Branche ist ein Wirtschaftsfaktor in allen Regionen des Landes. Der Tourismus habe sich gut entwickelt, sagte Reinhard Boll, der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes. „Das hat sicherlich auch mit der Gefahrenlage in der Welt zu tun.“ Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Anbieter nun dranblieben. „Die Tourismusbranche darf sich nicht ausruhen.“

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