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Schöne neue Autowelt: Branche steht vor historischem Umbruch

Frankfurt Schöne neue Autowelt: Branche steht vor historischem Umbruch

Die IAA in Frankfurt zeigt die Autos der Zukunft: Sie sind vernetzt und umweltschonender.

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Mit etwas Mühe entsteigt der BMW-Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer am ersten Pressetag der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt am Main aus einem BMW i8 Hybrid-Sportwagen.

Quelle: Fotos: dpa

Frankfurt. Gelassen sitzt Daimler- Chef Dieter Zetsche im Fond der neuen S-Klasse — er lässt sich chauffieren, ohne Chauffeur. Der Wagen steuert automatisch, fährt per Autopilot. „Die Vision des autonomen Fahrens wird bei Mercedes-Benz Wirklichkeit“, frohlockt der Autoboss auf der Automesse IAA. Der Branchenverband VDA hat das „Vernetzte Auto“ neben der Elektromobilität zum Hauptthema der Weltleitmesse ausgerufen — und die IAA kurzerhand zum Türöffner für die Zukunft des Automobils. „2016 werden 210 Millionen ,Connected Cars ‘ weltweit auf den Straßen fahren — viermal mehr als heute“, prognostiziert Chef-Lobbyist Matthias Wissmann.

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Mit etwas Mühe entsteigt der BMW-Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer am ersten Pressetag der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt am Main aus einem BMW i8 Hybrid-Sportwagen.

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Keine Frage: Unter dem Frankfurter Messeturm ist die Industrie in Aufbruchstimmung. Experten sehen Veränderungen, die die Branche in den Grundfesten erschüttern werden. Der Anfang zum intelligenten Auto, das mit anderen kommuniziert, um den Fahrer schneller und sicherer ans Ziel zu bringen, ist gemacht, glaubt Experte Stefan Bratzel: „Wir gehen vom Versuch zur Anwendung auf der Straße. Das vernetzte Auto hat das Potenzial, einen Quantensprung auszulösen. Das ist eine tolle Kombination von mehr Sicherheit und mehr Komfort.“

Die ersten Autos können theoretisch bereits im Stau selbstständig fahren — praktisch gibt es dafür allerdings noch rechtliche Hürden. Für das nächste Jahrzehnt hält die Branche aber sogar auf den Autobahnen das automatisierte Fahren für realistisch, der Fahrer könnte so Büroarbeit erledigen oder schlafen. Auch wenn Konkurrenz durch Unternehmen wie IBM, Apple oder Google droht: Für die deutschen Autohersteller, aber auch für Continental oder Bosch ist das eine gute Entwicklung, betont Bratzel: „Sie haben die Nase weit vorn.“

Bei alternativen Antrieben hinkten die Deutschen hingegen lange hinterher. Bei Hybriden ist Toyota unangefochten die Nummer eins, bei reinen Stromern sind Renault und Nissan vorne. Erst allmählich starten auch VW, Mercedes oder BMW in die Ära der Elektromobilität. Der Wandel zum Elektroauto schreite unaufhaltsam voran, ist Zetsche überzeugt. Und Renault- Chef Carlos Ghosn glaubt:

„Diese Industrie kann ohne das Elektroauto nicht gedeihen.“ Das zeigt auch die IAA, betont der VDA: „Der Blick der Hersteller geht in die Zukunft. Und die sieht offenbar ziemlich elektrisch aus“. In den elf Messehallen gebe es keinen Stand ohne Elektroautos und alternative Antriebe.

BMW wagt sich mit seiner neuen Marke BMWi und dem Elektroauto i3 am weitesten aus der Deckung. Audi hingegen hat die Projekte für reine E-Fahrzeuge angesichts der weit verbreiteten Ernüchterung gestoppt. Bei der VW-Tochter setzt man auf Plug-in-Hybride, also Autos mit zwei Motoren und der Möglichkeit, über die Steckdose geladen zu werden. Angesichts der geringen Reichweite der E-Autos und der dürftigen Ladeinfrastruktur will VW die Kunden nicht verschrecken. „Das Elektroauto darf keine rollende Verzichtserklärung sein“, sagt VW-Boss Martin Winterkorn. BMW bietet für den i3 einen Hilfsmotor, um die Reichweite zu erhöhen. Im Opel Ampera gibt es den serienmäßig.

LN

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