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Schritt für Schritt zur Geldanlage

Bremen Schritt für Schritt zur Geldanlage

Sparer sollten sich zunächst einen Überblick verschaffen – Produktinformationsblätter und Kennzahlen helfen.

Bremen. . Geldanlage funktioniert nicht von allein. Vor der Investition sollte sich jeder Sparer zumindest ein paar grundlegende Gedanken machen.

„Kosten können

die Rentabilität eines Produktes erheblich mindern .“ „Annabel Oelmann, Verbraucherzentrale Bremen

Zum Beispiel über die eigenen Sparziele und die Risikoneigung. Diese können sich dann in der persönlichen Anlagestrategie widerspiegeln.

Doch woran erkennen Anleger, welche Wertpapiere sich eignen und welche Risiken sie dabei eingehen? Für die Auswahl und Bewertung von Wertpapieren rät Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen, eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen: „Verlassen Sie sich niemals nur auf Kennzahlen.“

Anleger brauchen neben umfangreichen Informationen auch genügend Wissen. Beides fehlt mitunter: „Wir machen leider häufig die Erfahrung, dass sich Verbraucher mehr über einen Staubsauger als über eine Geldanlage informieren“, sagt Thomas Hechtfischer, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Dabei könnten Anleger im Internet einfach wichtige Hinweise finden – etwa auf Online-Plattformen wie onvista.de oder fondsweb.de, empfiehlt Hechtfischer. Dort können sie die Wertpapierkennnummer (WKN) beziehungsweise die ISIN – also die International Securities Identification Number – eingeben. Dann finden sie unter anderem Kursverläufe sowie Firmenprofile und Branchenanalysen.

Das ist hilfreich, denn es sei wichtig, „dass sich Anleger vor einem Investment eine Marktmeinung bilden“, sagt Dirk Elberskirch, Vorstandsvorsitzender der Börse Düsseldorf. Sie sollten also nicht einzelne Unternehmen isoliert betrachten, sondern besser die gesamte Branche sowie den Markt und wirtschaftliche Entwicklungen im Blick behalten. Dabei können Branchenberichte und Analysen helfen. Grundsätzlich sollten Anleger laut der Experten nur Produkte kaufen, die sie auch verstehen.

Bei der Suche nach Wertpapieren können Produktinformationsblätter helfen. Anbieter müssen diese ihren Kunden aushändigen. „Dort werden Risiken wie ein Totalverlust konkret benannt“, sagt Elberskirch.

Auf dem Key-Investor-Information-Document (KIID) finden Anleger etwa wichtige Kennzahlen zu Investmentfonds. Sie werden standardisiert erstellt. „Anleger können so einen groben Überblick über Eigenschaften eines Fonds erhalten und verschiedene Fonds miteinander vergleichen“, erklärt Oelmann. Geht es um die Bewertung von Aktien und Fonds, sind insbesondere Kennzahlen wichtig, die das Risiko, die Rentabilität und die Kosten abbilden, erklärt die Verbraucherschützerin.

So zeige etwa die sogenannte Total Expense Ratio oder Gesamtkostenquote laufende Kosten an. „Kosten können die Rentabilität eines Produktes erheblich mindern“, sagt Oelmann. Bei aktiv gemanagten Fonds können zusätzlich noch Ausgabeaufschläge anfallen sowie erfolgsabhängige Gebühren. Das sollten Anleger beim Kauf von Anteilen berücksichtigen. Eine wichtige Kennzahl zur Risikobewertung ist die Volatilität – also die Schwankungsbreite von Kursen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Oelmann: „Je höher die Volatilität ist, desto risikoreicher ist die Anlage.“

Isabelle Modler

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