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Wirtschaft im Norden Sehr gutes Jahr für die Sparkasse Holstein
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22:45 07.03.2018
Der Vorstand der Sparkasse Holstein: Joachim Wallmeroth, Michael Ringelhann und Dr. Martin Lüdiger (v. l.), der bald aufhört. Quelle: Foto: Sparkasse Holstein

„Wir sind der Region verpflichtet. Ausflüge in die weite Welt können uns nicht zum Verhängnis werden“, sagte der Vorstandschef in Anspielung auf die krisengeschüttelte HSH Nordbank, die in der vergangenen Woche verkauft worden war. Für Lüdiger war es zugleich der letzte Geschäftsbericht seiner Amtszeit, den er präsentierte – der 60-Jährige gibt den Posten Ende Juni auf eigenen Wunsch vorzeitig ab. Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist im Vorjahresvergleich von 72,7 auf 75 Millionen Euro gestiegen, das entspreche 1,25 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme und liege damit über dem Landes- (0,94 Prozent) und Bundesdurchschnitt (0,87 Prozent). Das Betriebsergebnis nach Bewertung lag im vierten Jahr in Folge höher, nämlich bei 78,3 Millionen Euro, berichtete Lüdiger.

„Hier macht sich das positive Bewertungsergebnis bei den Wertpapieren deutlich bemerkbar. Dank der guten wirtschaftlichen Lage und der Zuverlässigkeit unserer Kunden haben wir außerdem wenig Ausfälle im Kreditgeschäft“, ergänzte er. Das Jahresergebnis nach Steuern betrage 53,8 Millionen Euro, der ausgewiesene Gewinn werde sich mit 12 Millionen Euro auf Vorjahresniveau bewegen. Die Bilanzsumme betrage 6,2 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen erhöhte sich auf 5,2 Milliarden Euro, das ist ein Zuwachs von 3,4 Prozent. „Treiber waren hier vor allem die Kredite an Unternehmen mit einem Plus von 4,1 Prozent“, sagte Lüdiger. Geprägt sei das Kreditwachstum vor allem durch das Immobiliengeschäft, wo es nach wie vor eine „Euphorie“ gebe. Die Kundeneinlagen stiegen – trotz anhaltender Niedrigzinsphase – um 9,1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Die Nähe zu den Kunden sei ein „Herzstück unserer Geschäftsphilosophie“, die Zahlen belegten, dass das gut ankomme. „Andererseits ist es aber auch kein Geheimnis, dass wir in der Niedrigzinsphase kein Geld mit dem Einlagengeschäft verdienen.“

1011 Mitarbeiter, davon 84 Auszubildende, hatte die Sparkasse Holstein im vergangenen Jahr. 2016 waren es noch 1048 Mitarbeiter, im Jahr davor 1060. Die Zahl der Filialen liegt aktuell bei 37 (2016:

39), davon 16 im Kreis Ostholstein, 13 im Kreis Stormarn, zwei in Norderstedt und sechs in Hamburg. Dort habe man große Bekanntheit erreicht als „die Sparkasse mit dem Strandkorb“. Gemeinsame SB-Standorte mit den Volksbanken betreibt die Sparkasse Holstein in Petersdorf, Haffkrug, Pönitz und Niendorf (alle Ostholstein), ein weiterer komme hinzu.

Das Eigenkapital der Sparkasse Holstein liege nun bei 750 Millionen Euro. Damit sei man ein „wirtschaftlich starkes Haus“. Die Mitarbeiter hätten alle einen tollen Job gemacht. Für ihn sei das ein guter Zeitpunkt zu gehen. „Ich könnte sagen: Macht einfach so weiter“, sagte Lüdiger lachend. Er hört auf, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Seine Stelle ist ausgeschrieben, die Suche nach einem Nachfolger wird extern begleitet, Mitte Mai wird entschieden. Dann, so Lüdiger, werde man wissen, wer es wird, und ob die Person sofort verfügbar ist.

C. Risch

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