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Sparkurs zahlt sich aus: Hapag-Lloyd macht wieder Gewinn

Hamburg Sparkurs zahlt sich aus: Hapag-Lloyd macht wieder Gewinn

Hamburger Reederei erzielt Jahresüberschuss von 114 Millionen Euro — Kosten pro Container um 20 Prozent gesenkt.

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Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG, legte gestern positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vor.

Quelle: Heimken/dpa

Hamburg. . Die Reederei Hapag- Lloyd schreibt nach verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen. Dank erheblicher Einsparungen blieb für 2015 unter dem Strich ein Jahresüberschuss von 114 Millionen Euro, teilte das Unternehmen gestern in Hamburg mit. Im Jahr zuvor stand noch ein Verlust von 604 Millionen Euro zu Buche. „Wir haben auch im Vergleich mit den Wettbewerbern stark aufgeholt und gehören zu den Top-Performern in der Industrie“, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Es sei gelungen, die Kosten je Container um 20 Prozent zu senken. Dazu habe allerdings auch der gesunkene Preis für Treibstoff erheblich beigetragen.

Diesen Weg will Habben Jansen fortsetzen. Nach dem erfolgreichen ersten Sparprogramm, das auf der Kostenseite 200 Millionen Euro einbrachte, ist nun ein zweites aufgelegt, das allerdings nicht ganz die gleiche Größenordnung erreichen werde. Es enthält eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die von der Optimierung der Ladung und der Schiffsgrößen bis zur Einstellung kleinerer Liniendienste reichen. Wenn alles wie geplant laufe, könne die Reederei für 2016 eine Dividende ausschütten, sagte Habben Jansen.

Die Reedereien können fast nur auf der Kostenseite ihre Erträge verbessern, weil die Frachtraten aufgrund von Überkapazitäten seit Jahren auf einem niedrigen Niveau liegen und zum Teil nicht einmal die Kosten ausgleichen. „So kann es nicht weitergehen; es muss eine Erholung der Frachtraten geben“, sagte Habben Jansen. Die operative Marge der Branche liege bei minus 8,3 Prozent. Er sehe aber einige ermutigende Signale, dass die Frachtraten ihren Tiefstpunkt wieder verlassen. So seien weltweit rund 1600 Containerschiffe vorübergehend stillgelegt — acht Prozent der Weltflotte. Die Kapazitäten gingen also zurück.

Mehr Hoffnungen als Befürchtungen verbindet Habben Jansen auch mit dem Konsolidierungsprozess in der Branche, der sich in Übernahmen und Fusionen zeigt. Dadurch werden auch die Allianzen, in denen große Reedereien zusammenarbeiten, neu zusammengesetzt. „Der Markt muss sich stabilisieren“, sagte der Hapag-Lloyd- Chef. Größere Unternehmen könnten auch mehr Ruhe in den Markt bringen.

Hapag-Lloyd ist gerade mit der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV zusammengegangen und hat so einen Umsatzsprung von 6,8 auf 8,8 Milliarden Euro erzielt. Weitere Fusionen oder Übernahmen seien möglich.

LN

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