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Wirtschaft im Norden Stahlindustrie bleibt von Zusatzkosten verschont
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Stahlindustrie bleibt von Zusatzkosten verschont
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21:18 12.08.2016

Die krisengebeutelte und energieintensive deutsche Stahlindustrie bleibt von zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe verschont. Belastungen, die der Branche aus der Ökostrom-Förderung drohten, sind vom Tisch. Es bleibe bei der Befreiung von der Erneuerbare-Energien-Umlage bei den Bestandsanlagen zur sogenannten Eigenstromproduktion in der deutschen Stahlindustrie, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. „Ich bin wirklich froh darüber, dass wir das nach zwei Jahren zäher Verhandlungen endlich erreichen konnten.“

Die Europäische Kommission hatte zunächst geplant, die Stahlhersteller, die Gase aus dem Hochofen zur Stromerzeugung für den eigenen Verbrauch einsetzen, zur Kasse zu bitten. Der Stahlindustrie drohten nach Angaben des deutschen Branchenverbands zusätzliche Kosten von 120 bis 240 Millionen Euro pro Jahr. Gabriel sagte, es gebe nun eine Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission nach Gesprächen mit Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Die IG Metall begrüßte die Einigung Deutschlands mit der EU- Kommission zur Eigenstromerzeugung. „Im Hinblick auf unsere Kampagne 'Stahl ist Zukunft' ist das ein erster Schritt“, erklärte IGMetall-Chef Jörg Hofmann. Europas Stahlbranche leidet seit der Finanzkrise 2008 unter Überkapazitäten und einem großen Preisdruck.

LN

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