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Streicht Commerzbank 9000 Jobs?

Frankfurt am Main Streicht Commerzbank 9000 Jobs?

Deutschlands zweitgrößte Bank will offenbar fast ein Fünftel der Stellen abbauen.

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Soll komplett neu ausgerichtet werden: die Commerzbank.

Quelle: AFP

Frankfurt am Main. . Die Commerzbank steht im Zuge ihres geplanten Umbaus vor drastischen Einschnitten. Der neue Vorstandschef Martin Zielke plane in den kommenden Jahren den Abbau von 9000 Stellen, hieß es gestern in Finanzkreisen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Damit wäre fast jeder fünfte der 50 000 Arbeitsplätze bei der zweitgrößten deutschen Bank gefährdet. Offen ist, ob es auch betriebsbedingte Kündigungen geben wird. Die Commerzbank wollte sich gestern nicht zum Umbau äußern.

Auf rund eine Milliarde Euro werden in der Bank die Umbaukosten geschätzt. Sie sollen über mehrere Jahre gestreckt werden. Auch die Aktionäre müssen sich auf Einschnitte einstellen. Die Dividende soll für dieses Jahr dem Vernehmen nach wieder ausfallen. Neben den Einsparungen plant Zielke aber auch Investitionen in die Digitalisierung und Wachstumsmöglichkeiten. Seine Strategie muss der frühere Privatkundenchef heute und morgen durch den Aufsichtsrat bringen. Am Freitag will er dann die Öffentlichkeit informieren.

Commerzbank-Aktien sackten gestern Vormittag mehr als 2,5 Prozent ab. Seit Jahresbeginn haben die Papiere damit schon fast 40 Prozent an Wert verloren. Im Dax ist nur die Deutsche Bank schlechter. Seit seinem Amtsantritt Anfang Mai arbeitet Zielke an der Neuausrichtung der Bank, um den Gewinnschwund zu stoppen. Das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut leidet unter strengen Vorschriften von Aufsichtsbehörden und den Folgen der Niedrigzinsen. Diese lassen die Zinserträge der Bank gerade im Geschäft mit Einlagen von Privatkunden und im Firmenkundengeschäft schrumpfen. Schon in der Amtszeit von Zielkes Amtsvorgänger Martin Blessing hatte die Commerzbank seit 2013 etwa 5000 Stellen abgebaut.

Bereits vor einigen Wochen war durchgesickert, dass die Bank die Sparte für den Mittelstand auflösen will. Kleinere Unternehmenskunden sollten künftig vom Privatkundenbereich betreut werden, während das Großkundengeschäft ins Investmentbanking integriert werden könnte.

LN

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