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Streicht VW Stellen in der Verwaltung?

Wolfsburg Streicht VW Stellen in der Verwaltung?

Jobs in Deutschland offenbar in Gefahr — USA-Chef des Konzerns wirft hin.

Wolfsburg. VW setzt nach Informationen aus Konzernkreisen den Rotstift bei einem Teil des Stammpersonals an. Unter den Mitarbeitern im Haustarif soll in den Büro-Abteilungen außerhalb der Produktion bis Ende 2017 jeder zehnte Job wegfallen. Aufgrund der laufenden Beschäftigungssicherung müsse aber niemand Arbeitslosigkeit fürchten, hieß es aus Konzernkreisen. Der geplante Stellenabbau der Bürokräfte sei über Personalschwankungen, Altersteilzeit oder die Zuweisung neuer Aufgaben für die betroffenen Kollegen möglich. Es dürfte den Angaben aus Unternehmenskreisen zufolge dabei um gut 3000 Stellen gehen.

 

LN-Bild

Michael Horn.

Quelle: afp

Ein Konzernsprecher sagte, das Programm zur Steigerung der Effizienz der Kernmarke VW betreffe alle Bereiche — also auch die Personalkosten. Mögliche Wege seien weniger Zeitarbeitsverträge oder etwa „zurückhaltende Einstellungen und Wiederbesetzung freier Stellen“. Die Aussage des neuen VW-Markenchefs Herbert Diess, dass man „fest zu unserer Stammbelegschaft“ stehe, gelte weiterhin.

VW hat im Skandal um manipulierte Abgaswerte von weltweit mehr als elf Millionen Dieselautos Rückstellungen von 6,7 Milliarden Euro gebildet. Neben den Kosten des Rückrufs betroffener Fahrzeuge dürften viele Prozesse und Strafen teuer werden. Zwischen Betriebsrat und Vorstand der VW-Kernmarke gibt es aber große Differenzen über die genaue Umsetzung eines ergänzenden, verschärften Sparkurses. Die Marke VW mit Modellen wie Golf und Passat ist im Vergleich zu Branchenkonkurrenten ertragsschwach. Diess hatte bereits angekündigt, sie umzustrukturieren. Außerdem soll die Effizienz in der Produktion steigen.

In den Vereinigten Staaten, wo noch kein genehmigter Rückruf- Plan für die dort betroffenen rund 580000 Dieselwagen vorliegt, muss sich Volkswagen mitten im Abgas-Skandal einen neuen Problemlöser suchen. US-Chef Horn verließ das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, wie VW mitteilte. Die Trennung sei einvernehmlich erfolgt. Übergangsweise soll Volkswagens künftiger Nordamerika- Chef Hinrich Woebcken die Aufgaben Horns erfüllen. Er muss damit schneller Verantwortung übernehmen als ursprünglich geplant. Welche Rolle Horn bei der Entstehung des Skandals spielte, ist unklar.

Nun bringen sich die VW-Händler in den USA in Stellung und drohen dem Konzern mit Konsequenzen. „Wir sind beunruhigt angesichts des Missmanagements des Skandals und der Folgen, die dies für die Entscheidungen der US-Behörden haben könnte“, teilte die Händler-Vereinigung mit. Es sei Horn gewesen, der nach Ausbruch der Krise Haltung gezeigt und Fehler eingeräumt habe, als sich keine VW-Führungskräfte in den USA hätten blicken lassen.

LN

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