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Wirtschaft im Norden Studie: Fisch wird für viele zu teuer
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Studie: Fisch wird für viele zu teuer
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21:13 11.01.2017

Der ungezügelte Appetit von Menschen in Industrieländern auf Fisch könnte nach einer Studie Hungerkrisen in ärmeren Weltregionen auslösen. Die Umweltorganisation WWF, die die Untersuchung in Auftrag gegeben hat, ruft deshalb zu besserem Fischerei-Management und gerechterer Verteilung auf. Verbraucher müssten dazu nicht unbedingt weniger Fisch essen, sondern stattdessen zu heimischem Fisch greifen, sagt Karoline Schacht vom WWF. Andernfalls könnten sich Millionen Menschen, etwa im Senegal oder in Indonesien, 2050 den Fisch als Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten, warnen die Autoren des Berichts „Überfischt und unterversorgt“. Zwar lässt sich die Menge des weltweit gefangenen Fischs der Studie zufolge noch steigern, ohne dass die Bestände ausgelaugt würden. So könnte bis 2050 die jährliche Fangmenge von 101 Millionen Tonnen (2010) auf 137 Millionen Tonnen steigen. „Allerdings wird der gefangene Fisch sehr wahrscheinlich nicht unbedingt dort landen, wo die Menschen ihn zum Überleben brauchen“, sagte Schacht. Stattdessen sei zu erwarten, dass Verbraucher in Industrieländern bei Engpässen höhere Preise zahlten. Reiche Länder würden sich auch in Zukunft Fisch leisten können, heißt es.

LN

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