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Studie: Hohe Verluste durch Grenzkontrollen

Gütersloh Studie: Hohe Verluste durch Grenzkontrollen

Ende des Schengener Abkommens würde die deutsche Volkswirtschaft mindestens 77 Milliarden Euro kosten.

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Ein Polizist beobachtet an einer Kontrollstelle kurz hinter der deutschösterreichischen Grenze in Bayern einen Lastwagen.

Quelle: Armin Weigel/dpa

Gütersloh. Die dauerhafte Rückkehr zu innereuropäischen Grenzkontrollen würde das wirtschaftliche Wachstum einer Studie zufolge europaweit erheblich drosseln. Allein für Deutschland wären bis zum Jahre 2025 summierte Wachstumsverluste zwischen 77 und 235 Milliarden Euro zu erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Prognos AG im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Ein Ende des Schengener Abkommens würde zu Wachstums- und Wohlstandsverlusten führen.

„Wenn die Schlagbäume innerhalb Europas wieder runtergehen, gerät das ohnehin schwache Wachstum in Europa noch stärker unter Druck. Am Ende zahlen alle Menschen die Rechnung“, betonte Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung.

So würde die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu massiven Kosten- und Preissteigerungen führen, die sich negativ auf das Wirtschaftswachstum in Europa auswirken würden. Schon in einem optimistischen Szenario mit einem moderaten Anstieg der Preise für aus dem europäischen Ausland importierte Güter um lediglich ein Prozent wären die damit verbundenen Wachstumseinbußen erheblich. Für die EU insgesamt summierten sich die Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb von zehn Jahren auf rund 470 Milliarden Euro.

In einem pessimistischen Szenario wird von einem Anstieg der Importpreise um drei Prozent ausgegangen. Dabei würden sich die BIP-Einbußen in Deutschland auf 235 Milliarden Euro aufsummieren. In Frankreich lägen sie bei 244 Milliarden Euro und für die EU bei 1,4 Billionen Euro.

Ausgangspunkt der Berechnungen sind die Zeitverluste, die sich aus den Kontrollen an den Grenzen innerhalb Europas ergäben. Längere Wartezeiten bedeuten für die Unternehmen höhere Personalkosten.

Zudem müssen die Lagerbestände erhöht werden, weil Just-in-time-Lieferungen nicht mehr garantiert werden können.

Die Berechnungen wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung von der Prognos AG mit einem makroökonomischen Modell durchgeführt, das 42 Länder abdeckt.

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