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Studie führt Euroimmun als Top-Firma im Norden

Euroimmun Studie führt Euroimmun als Top-Firma im Norden

– Der Labortechnik-Hersteller zeichne sich durch Innovationskraft und regionale Verbundenheit aus so das Münchener Institut.

Lübeck. Die Firma Euroimmun gehört zu den zehn erfolgreichsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands. Die Munich Strategy Group (MSG) vergab Platz 5 an den Hersteller medizinischer Labor-Reagenzien aus Lübeck. Für das „Top 100 Ranking des Mittelstands“ nimmt die Münchner Unternehmensberatung seit sechs Jahren Firmen unter die Lupe, die zwischen 15 und 350 Millionen Euro pro Jahr umsetzen. Auf der Basis des durchschnittlichen Umsatzwachstums und der durchschnittlichen Ertragsquote der letzten fünf Jahre wird die Rangliste ermittelt, die Euroimmun als bestes norddeutsches Unternehmen ausweist.

Euroimmun hat 18,2 Prozent Umsatzwachstum und eine Ertragsquote von 17,9 Prozent – nur vier Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben bessere Geschäftszahlen. Und der Erfolg ist langfristig. „Im laufenden Geschäftsjahr haben wir wieder ein Wachstum von über 20 Prozent“, sagt Haupteigentümer Winfried Stöcker. Den derzeitigen Umsatz gibt er mit mehr als 120 Millionen Euro an. „Auch der Gewinn wird mithalten.“ Das zusätzliche Werk in Dassow und der dort erfolgte Ausbau haben seiner Meinung nach dazu beigetragen, dass das 1987 gegründete Unternehmen trotz Wirtschaftskrise weiter obenauf ist. „Die Investition in moderne Forschung und Technologie hat sich ausgezahlt“, meint Stöcker.

Die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, sieht auch Sebastian Theopold, Geschäftsführer der MSG, als eine der Stärken von Euroimmun. Es sei beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit die Lübecker Firma Produktneuheiten hervorbrächte, sagt Theopold. Auch für diese Stärke hat Stöcker konkrete Zahlen parat. „Mit Produkten, die in den letzten fünf Jahren entwickelt wurden, machen wir etwa 25 Prozent des Umsatzes“, berichtet der 65-Jährige. Dazu gehören Reagenzien zur Erkennung neu entdeckter Autoimmunkrankheiten, vollautomatisch arbeitende Mikroskope, moderne Dosierroboter und Analyseautomaten.

Auch in einem anderen Bereich nimmt Euroimmun eine Sonderstellung ein: Von den mehr als 1000 Mitarbeitern waren Ende 2011 zwei Drittel Frauen. „Wir haben keine Quote eingeführt. Frauen haben bei uns einfach die gleichen Chancen wie die Männer“, sagt Stöcker. Schon ein halbes Jahr nach der Geburt können Frauen ihre Kinder in den Betriebskindergarten bringen und wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. „So fließt nicht lange erworbene Expertise der jungen Mütter auf Jahre ab“, gibt der Geschäftsführer nicht ganz uneigennützig zu.

Verbindung von Pragmatismus und Vision – so bezeichnet die MSG solche Maßnahmen, die zum Erfolg der Unternehmen beitragen. Weitere Kriterien sind regionale Verbundenheit und Internationalität. Da passt es, dass sich der Euroimmun-Chef für den Lübecker Flughafen einsetzt. „Dieses Engagement hat aber nicht unmittelbar mit der Firma zu tun“, sagt Stöcker. „Hier geht das Interesse der Allgemeinheit vor.“

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