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Wirtschaft im Norden Süßer die (Alarm-)Glocken kaum klingen...
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18:10 16.12.2017

An den Börsen ging die Jahresendrallye ungebremst weiter, nur die Vorzeichen waren unklar. Doch Rallye ist Rallye! Im nächsten Jahr soll der Dax bis auf 14000 Punkte steigen, wenn nichts und niemand dazwischen kommt. Viel wichtiger ist doch jetzt die Weihnachtsrallye in den Geschäften, wo es entgegen der offiziellen Hoffnung und nach einigen Umfragen nicht so gut laufen soll.

Erwarten Sie besser mal nicht so viel! Dabei geht es uns so gut! Jeder Deutsche verfügt rechnerisch über 47 000 Euro an geldwertem Vermögen, steht im neuen Welt-Reichtums-Report von Credit Suisse.

Damit liegen wir vor Portugal und hinter allen anderen zurück als die ärmsten Leute Europas. Selbst die Südländer haben mehr, was an der Immobilienquote liegt. Wir verstehen es jedoch besser, uns in unseren Mietwohnungen schön zu rechnen.

Fakt ist, dass man heute mit redlicher Arbeit kaum noch reich wird. Wo es aber Vermögen gibt, wächst dieses von selbst, denn die Teufel, pardon, die Zentralbanker und Politiker machen gerne auf die größten Haufen. Sollten die Löhne irgendwann mal steigen, raubt davon das Finanzamt den Großteil, bis wir alle Spitzensteuersätze zahlen. Apropos steuern oder aus dem Ruder laufen: Weil es uns so gut geht, werden ab 2018 weitere 54 000 Rentner steuerpflichtig. Wer als Single über 9000 Euro im Jahr bekommt oder als Paar mehr als 18 000 Euro, ist dran. Damit werden Renten unterhalb der Armutsschwelle von 1050 Euro im Monat besteuert. Tolle Wurst! So gesehen, ist der deutsche Staat schon reich, nur seine Bürger nicht mehr. Bei einem Millionär und 19 armen Schluckern hat jeder im Durchschnitt 50000 Euro. Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer bzw. schauen in die Tonne. Vielleicht liegen dort noch Pfandflaschen herum vom vielen Feiern unseres statistischen Wohlstandes.

LN

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