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Superreiche werden immer reicher

Frankfurt/Main Superreiche werden immer reicher

„Global Wealth Report“: Deutsche Sparer investieren zu vorsichtig – Vermögende profitieren von Wertpapieren.

Frankfurt/Main. . Trotz Minizinsen für Sparer machen viele Deutsche noch immer einen Bogen um Aktien – viele Vermögende profitieren derweil davon, dass ihr Geld vor allem in Wertpapieren steckt. Nach Berechnungen der Allianz haben die Bundesbürger in den vergangenen vier Jahren insgesamt 200 Milliarden Euro „verschenkt“, weil sie sich nicht an die Börse wagten. Das geht aus dem „Global Wealth Report“ hervor, den die Vermögensdienstleister jetzt veröffentlichten. In dem Bericht wird die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern analysiert.

„Die Ballung immer größeren Reichtums führt zu wachsender Unzufriedenheit.“ Autoren des „Global Wealth Reports“

Demnach werden die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung im Euroraum immer reicher. Ihr Geld steckt oft zum größeren Teil in Aktien und anderen Wertpapieren. Sie profitieren auf diese Weise von der beispiellosen Geldschwemme der großen Notenbanken der Welt, die die Kurse an den Finanzmärkten antreibt. Der deutsche Leitindex Dax etwa legte seit November 2011 um weit über 60 Prozent zu. Die Mehrheit der als eher börsenscheu geltenden Deutschen setzt dagegen vor allem auf klassische Bankeinlagen (knapp 40 Prozent des Brutto-Geldvermögens) sowie Versicherungen und Pensionen (37 Prozent).

Etwa 9,01 Millionen Menschen besaßen nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts im vergangenen Jahr Aktien und/oder Anteile an Aktienfonds. Das war zwar der höchste Stand seit 2012. In Zeiten des Börsenbooms um die Jahrtausendwende lag die Zahl der Aktienanleger in der Bundesrepublik allerdings noch bei fast 13 Millionen.

Hätten die Deutschen in den vergangenen vier Jahren nur 30 Prozent ihres Vermögens in Bankeinlagen gesteckt statt 40 Prozent und die übrigen 10 Prozent je zur Hälfte auf Aktien und Investmentfonds verteilt, hätten sie nach Berechnungen der Allianz zusätzlich rund 200 Milliarden Euro erzielen können. Sparen entpuppe sich daher derzeit vor allem als Geldparken und nicht als Investieren.

Die Ballung immer größeren Reichtums in der Hand weniger „führt zu einer wachsenden Unzufriedenheit in der breiten Bevölkerung – das Votum der Briten, die EU zu verlassen, sollte auch vor diesem Hintergrund gesehen werden“, argumentieren die Autoren der Studie.

Nicht berücksichtigt wurde mangels vergleichbarer offizieller Daten das Immobilienvermögen. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Capgemini war der deutliche Anstieg der Immobilienpreise mit einer der größten Treiber für die wachsende Zahl der Dollar-Millionäre in Deutschland im vergangenen Jahr. Etwa 22,2 Prozent des Geldes der Reichen, die ein Vermögen von mehr als einer Million Dollar besitzen, stecken demnach in Deutschland in Immobilien. Weltweit sind es im Durchschnitt nur 17,9 Prozent. Die Wirkung der ultralockeren Geldpolitik auf die Finanzmärkte scheint allmählich allerdings nachzulassen. „An den Aktien- und Anleihemärkten sind die Potenziale nicht mehr so groß wie nach der Aufholjagd 2011“, sagt Heise. Die Folge: Das Wachstum des Geldvermögens schwächte sich bereits im vergangenen Jahr weltweit ab. Das Brutto-Geldvermögen der Privathaushalte in 53 Ländern stieg um 4,9 Prozent auf den Rekordwert von 155 Billionen Euro.

LN

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