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Sven Jönßon füttert die Hightech-Automaten

Lübeck Sven Jönßon füttert die Hightech-Automaten

Der 41-Jährige arbeitet bei der Lübecker Industrieelektronik-Firma Dataschalt.

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Es sieht aus wie eine Kinorolle – in Wirklichkeit füllt Sven Jönßon aber eine Produktionsmaschine auf.

Quelle: Foto: Rüdiger Jacob

Lübeck. Lübeck. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde Sven Jönßon eine Kinofilmrolle wechseln. Doch der Arbeitsschritt des gelernten Elektroinstallateurs und Teamleiters der SMT genannten Bestückungsabteilung bei der Lübecker Dataschalt Production GmbH hat mit Kino nichts zu tun. Das Unternehmen stellt elektronische Bauteile für verschiedene Geräte her.

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Der 41-Jährige arbeitet bei der Lübecker Industrieelektronik-Firma Dataschalt.

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1971 gegründet

91 Mitarbeiter beschäftigt das expandierende, 1971 gegründete Unternehmen. Weltweit gefragt sind die Produkte wie Steuerungen für Klimageräte, für Laserbeschriftungs- und Reinigungsmaschinen, Anzeige- und Bedienelemente für Staplerhersteller oder Kühlschranksteuerungen für Wohnmobile.

Seit 2011 arbeitet Jönßon bei Dataschalt. Der Techniker bedient einen der großen Automaten. Zu Jönßons Aufgaben gehört die Aufrüstung, sprich das Auffüllen des Automaten, der die unterschiedlichsten Bauteile bestücken kann.

Die Materialien, mit der Leiterplatten ausgestattet werden, befinden sich auf Rollen. Die muss der 41-Jährige täglich wechseln.

Auf jeder Zuführung (Rolle) befindet sich ein Bauteil von jeweils einer Sorte. Wenn die Rolle leer ist, muss sie wieder gegen eine volle ausgetauscht werden. Es sind unterschiedlichste Bauteile, mit denen sich der Techniker befasst: Widerstände, Kondensatoren und Halbleiter. Letztere sind beispielsweise in Handys zu finden. Was der Mann hier macht, ist reine Handarbeit. „Die Bestückung macht die Maschine, für die Aufrüstung hingegen ist die menschliche Hand zuständig“, sagt Jönßon. Bis zu 400 verschiedene Bauteile können auf diese Weise aufgerüstet werden.

Die lange Produktionslinie, an der Jönßon tätig ist, setzt sich aus vier Stationen zusammen. Erst wird die Lötpaste auf die Rohleiterplatten aufgebracht und die Automaten bestückt. Die Lötprozesse finden in einem Spezialofen statt. Es folgen automatische und optische Inspektionen der Bauteile – beispielsweise Überprüfungen der Leiterplatten.

So durchläuft jede einzelne Leiterplatte diesen Prozess. „Ist alles korrekt abgelaufen, werden die Leiterplatten freigegeben“, erklärt Fertigungsleiter Mario von der Weth. Danach geht es in die Handbestückungsabteilung, wo die einzelnen elektronischen Bauteile entweder von Hand oder maschinell gelötet und schließlich in die fertigen Bauteile verbaut werden. Am Ende werden die Geräte verschlossen und noch einmal gründlich auf ihre Funktion überprüft. Es folgen die Verpackung und der Versand.

Dataschalt konzentriert sich auf die Entwicklung und Produktion von Industrieelektronik. Von der Idee eines industriellen Produktes bis hin zur Serienfertigung bewegt sich das Unternehmen ausschließlich im industriellen Bereich. Auch wenn so manches Teil wie eine Filmrolle aussieht.

Rüdiger Jacob

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