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Tausende demonstrieren für ökologische Landwirtschaft

Berlin Tausende demonstrieren für ökologische Landwirtschaft

Anlässlich der Grünen Woche gab es in Berlin mehrere Protestzüge — Konventionelle Bauern wehren sich gegen Kritik der Naturschützer.

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Mit farbenfrohen Kostümen protestierten diese Demonstranten gestern in Berlin gegen Massentierhaltung und Agrarindustrie.

Quelle: Paul Zinken/dpa

Berlin. Am Rande der Grünen Wochen haben in Berlin Tausende Menschen gegen konventionelle Landwirtschaft demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ zogen laut Polizei 5000 Teilnehmer vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt. Angeführt wurde der Protest von 109 Traktoren, die für eine Zwischenkundgebung am Landwirtschaftsministerium Station machten.

„Wir machen uns für eine ökologische Landwirtschaft stark, die Agrarindustrie haben wir satt“, sagte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Georg Janßen. „Die aktuelle Agrarpolitik zielt nur auf eine Steigerung der Exporte, dadurch sinken die Preise.“ Das bedrohe die Existenz vieler Bauern. „Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, die Rahmenbedingungen für kleinere und mittlere Betriebe zu verbessern. Die Gesellschaft will eine bäuerliche Landwirtschaft“, so Janßen. Der Demonstration schlossen sich neben Landwirten auch Vertreter zahlreicher Verbände, Umwelt- und Tierschutzorganisationen an, darunter unter anderem die Jugendgruppe des BUND, die globalisierungskritische Gruppe Attac sowie der Nabu. Ihr Protest richtete sich auch gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA, bei dem Kritiker eine Absenkung der Lebensmittelstandards befürchten.

Am Vormittag hatten rund 500 Gegendemonstranten am Washingtonplatz eine Kundgebung abgehalten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Gemäß dem Motto „Wir machen Euch satt“ wehrten sie sich gegen die Kritik von Tierschutzverbänden und Naturschutzorganisationen. „Wir wollen zu einem sachlichen Dialog zurückkehren“, sagte Bauer Klaus-Peter Lucht. „Wir haben in Deutschland immer noch eine bäuerliche Landwirtschaft, die angeprangerten Agrarfabriken gibt es nicht.“

Zu beiden Demos kamen jedoch deutlich weniger Teilnehmer als angekündigt. Die Organisatoren von „Wir machen Euch satt“ hatten mit 1500 Demonstranten gerechnet, zum Protestzug durch die Berliner Innenstadt waren sogar 20 000 Menschen angemeldet.

Parallel zu den Aktionen berieten im Auswärtigen Amt Regierungsvertreter aus rund 70 Ländern beim Agrarministergipfel über die Welternährung. Dabei ging es vor allem darum, wie die Menschen in wachsenden Städten mit Lebensmitteln versorgt werden können.

Die Internationale Grüne Woche in Berlin ist die weltgrößte Schau der Land- und Ernährungswirtschaft sowie des Gartenbaus. In diesem Jahr sind wieder mehr als 1600 Anbieter aus über 60 Ländern dabei.

Partnerland im 90. Jahr des Messebestehens ist noch bis zum 24. Januar Marokko. 415000 Besucher waren 2015 gekommen.

LN

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