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Teures Wohnen in Timmendorfer Strand

Lübeck/Kiel Teures Wohnen in Timmendorfer Strand

Die Immobilienpreise im Norden explodieren weiter. Vor allem an der Küste verteuerten sich Häuser und Wohnungen in den letzten zwei Jahren um über ein Drittel. An der Ostsee ist Timmendorf das teuerste Pflaster. Das geht aus dem jüngsten Immobilienatlas der Bausparkasse LBS hervor.

Timmendorfer Strand von oben: Die Nachfrage nach Häusern ist nicht höher, aber die Preise.

Quelle: Lena Modrow

Lübeck/Kiel. Die LBS hat dazu allerdings nur die Immobilienangebote auswerten lassen, nicht abgeschlossene Transaktionen. Zur Sicherheit wurde jeweils ein zehnprozentiger Abschlag eingerechnet, heißt es. Demnach müssen Hauskäufer in Timmendorfer Strand mit einem Preis von 4370 Euro pro Quadratmeter rechnen, ein Plus von 38,3 Prozent zu 2015. Käufer von Eigentumswohnungen müssen mit einem Preis von 4001 Euro rechnen. Neubauwohnungen kosten im Schnitt sogar 4560 Euro pro Quadratmeter.

 

LN-Bild

Auf Platz zwei in der Lübecker Bucht rangiert Travemünde mit Preisen von 3093 Euro pro Haus- und 3102 Euro pro Wohnungs-Quadratmeter. Platz drei belegt Scharbeutz mit 2676 und 3419 Euro. Neugebaute Häuser sind hier mit 2500 Euro pro Quadratmeter sogar etwas günstiger als gebrauchte. Neue Eigentumswohnungen werden in Scharbeutz mit 4000 Euro pro Quadratmeter gehandelt.

Zudem gebe es in der Region einen „Überlaufeffekt“, so die LBS – weil die Preise in beliebten Orten so hoch seien, stiegen die Nachfrage und die Preise auch in bislang eher günstigen Nachbargemeinden. So würden viele Häuslekäufer, die es an die See zieht, zum Beispiel nach Schashagen ausweichen, obwohl sie eigentlich nach Neustadt oder Grömitz ziehen wollten. Entsprechend zogen auch die Preise für Einfamilienhäuser in Schashagen um 23,7 Prozent auf durchschnittlich 2009 Euro pro Quadratmeter an und liegen damit schon fast auf dem Niveau der beiden größeren Nachbarorte.

Einen Nachfrage-Boom gibt es angesichts dieser Preise allerdings nicht gerade. Zumindest bei der LBS sei die Zahl abgeschlossener Verkaufsverträge mit rund 1200 genauso hoch wie in den Vorjahren, sagt Geschäftsführer Wolfgang Ullrich. Auch der Umfang der Angebote bewege sich auf dem Niveau der Vorjahre. Dabei würden sich nach wie vor zahlreiche Investoren für Immobilien interessieren, weil die Zinsen für andere Anlageformen weiter sehr niedrig seien. Sollten die Zinsen in den kommenden Jahren wieder steigen, dürften die Preise absehbar nicht mehr so in die Höhe schießen, womöglich eher stagnieren oder sogar sinken. Wer ein Haus verkaufen muss, sollte das also eher jetzt tun als später, so die Einschätzung des Experten. Generell würden derzeit zudem eher sehr hochpreisige Wohnungen neu gebaut. Das sieht Ullrich besonders kritisch. Wenn die Zinsen steigen, könnten sich viele Menschen diese Bleiben nicht mehr leisten.

In der Hansestadt Lübeck selber kosten Eigenheime im Schnitt 2246 Euro pro Quadratmeter. Nach Travemünde sind die Preise in der Altstadt am höchsten (Häuser 3061, Wohnungen 2839 Euro), gefolgt von St. Jürgen (2436 und 1748 Euro) und St. Gertrud (2274 und 1810 Euro). Am günstigsten ist Wohneigentum im Schnitt in Moisling zu erwerben (1517 und 1127 Euro). Am Stadtrand in Kücknitz sind Eigentumswohnungen derzeit sogar für unter 1000 Euro pro Quadratmeter zu bekommen, heißt es bei der LBS.

 Von Wolfram Hammer

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