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Wirtschaft im Norden ThyssenKrupp schließt Standort Emden
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden ThyssenKrupp schließt Standort Emden
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20:12 01.09.2017
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Emden/Essen

Der Industriekonzern ThyssenKrupp will seinen Standort im ostfriesischen Emden mit 220 Mitarbeitern schließen. Alle Beschäftigten der ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) sollten Arbeitsplatzangebote an anderen Standorten bekommen, sagte gestern ein Sprecher des Unternehmens. Die Umstrukturierung sei Folge des verschärften Wettbewerbsdrucks bei einer steigenden Nachfrage nach Marineschiffen.

TKMS-Chef Rolf Wirtz verteidigte die Entscheidung. Quelle: Foto: Dpa

Am Vormittag hatte das Unternehmen die Emder Belegschaft bei einer Betriebsversammlung informiert. Gewerkschafter kritisierten die Schließungspläne als wirtschaftlich nicht sinnvoll und nachvollziehbar.

„Das Kalkül ist, dass damit nur der Personalabbau vorangetrieben werden soll“, sagte der Geschäftsführer der Emder IG Metall, Michael Hehemann. Viele in Ostfriesland verwurzelte Mitarbeiter wollten die Region nicht für einen Umzug nach Kiel oder in andere Standorte verlassen. ThyssenKrupp habe den Standort nach und nach zerschlagen und verbrannte Erde hinterlassen, sagte Hehemann.

TKMS-Geschäftsführer Rolf Wirtz zeigte in einer Erklärung Verständnis, dass für die Mitarbeiter jetzt viele Unwägbarkeiten entstünden. Das Unternehmen wolle und könne auf die qualifizierten Mitarbeiter nicht verzichten. „Die strategische Entscheidung ist jedoch nötig, um in einem harten Wettbewerb auch in Zukunft bestehen zu können“, so Wirtz.

Thyssenkrupp hatte am Donnerstag die Streichung von zusätzlich bis zu 1000 Stellen in Deutschland angekündigt. Schwerpunkt sollte der Großanlagenbau sein, zu der auch der Marineschiffbau gehört.

LN

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