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Wirtschaft im Norden Tiefkühlfisch mit Wasserzusätzen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Tiefkühlfisch mit Wasserzusätzen
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20:12 26.10.2017
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Cuxhaven

Tiefkühlfisch ist bei den Verbrauchern beliebt, schließlich ist er praktisch in der Zubereitung. Nach dem Auftauen ist er aber manchmal an den Rändern glasig und beim Garen verwandelt er sich in eine geleeartige Masse – dabei müsste er natürlicherweise in Segmente zerfallen. Der Grund für die Veränderung: Dem Fisch wurden Carbonate und Wasser zugesetzt, um mehr Gewicht zu erzielen.

„Der Zusatz von Carbonaten in unverarbeiteten Lebensmitteln ist in der EU verboten“, sagt Henner Neuhaus, Prüfleiter am Institut für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven. Die Praxis wurde dennoch in Erzeugnissen auf dem niedersächsischen Markt nachgewiesen: „Bei Proben ist uns das Phänomen in den letzten Jahren vermehrt aufgefallen“, betont Neuhaus.

Das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse hatte 2016 in jeder fünften Probe von tiefgefrorenem Fischfilet in Niedersachsen verbotene Carbonate entdeckt.

Deshalb ging das Fischkompetenzzentrum Nord, zu dem das Cuxhavener Institut gehört, in die Offensive: In einer Fortbildung informierten Experten gestern tierärztliche Sachverständige aus dem gesamtem Bundesgebiet, wie man der illegalen Praxis bei Kontrollen auf die Schliche kommen kann.

Fremdwasserzugaben in Fischfilets sind grundsätzlich gestattet. „Aber wenn mehr als fünf Prozent Wasser zugesetzt werden, muss das auf der Packung gut sichtbar deklariert werden“, sagt Neuhaus. Eine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher bestehe dadurch nicht, versichert er. Erlaubte wasserbindende Zutaten sind beispielsweise Phosphate und Zitronensäure – diese müssen aber angegeben werden.

LN

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