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Wirtschaft im Norden Tourismus: Das Glück wächst im Norden
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22:18 10.03.2016
Der Schlafstrandkorb auf der ITB: Vivien Rehder (l.) und Laura Litzkow aus Kiel probieren die bequeme Innovation schon mal aus. Quelle: Reinhard Zweigler

Der in Grau und Magenta gehaltene Schlafstrandkorb ist d e r Hingucker in Halle 6.2 auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB). Per Pkw-Anhänger wurde das weltweit einzigartige Strandmöbel direkt in die Halle gefahren, erzählt Teamleiter Andreas Kleist von der Strandkorbmanufaktur „Stiftung Mensch“ in Meldorf. Kaum stand der superbequeme Strandkorb an seinem Platz, gab es bereits die ersten Nachfragen, von Hotelketten aus Indien, den Bahamas sowie von Privatleuten. Doch bislang gibt es nur das Unikat, das zurzeit in Berlin zu bestaunen ist. Ab Mai sollen 20 Stück davon an der Ostseeküste aufgestellt werden, von Glücksburg bis Timmendorfer Strand, sagt Jacqueline Felsmann vom Ostholstein-Tourismus.

Das mitunter belächelte neue Marketing scheint anzukommen. Viele Neuheiten auf der Messe ITB in Berlin.

„Unser Land wird

immer mehr zur Ganzjahresdestination und überzeugt mit einem breiten Spektrum an Angeboten.“Wirtschaftsminister Reinhard Meyer

Die Idee für das originelle Strandmöbel entstand im Rahmen der schleswig-holsteinischen Image- Initiative „Glückswachstumsgebiet“. Der rosafarbene Button zieht sich durch die gesamte Präsentation.

Statt den Touristikern zwischen Nord- und Ostseeküste, zwischen Lauenburg und Flensburg etwas vorzugeben, setze man auf Ideen „von unten“. Seit knapp zwei Jahren sprießen nun die „Glücksideen“, freut sich Vivien Rehder von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash), wo die das Land umfassende Tourismus-Marketingidee und -strategie geboren wurde. Einheimische und Urlauber machen Vorschläge und stellen ihre Glücksorte ins Netz (www.glueckswachstumsgebiet.de). So eine Idee, die nun auch verwirklicht wird, ist ein großer Netzausleger, in dem man über dem Wasser schweben kann.

Zu Glücksorten erklärt wurden auch kulturelle Attraktionen wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Unesco-Weltkulturerbe Lübeck oder das Landesmuseum auf Schloss Gottorf. Wer auf der Suche nach der „Liebe auf den ersten Blick“ ist, der kann beim Speed-Dating in vier Lübecker Museen sein Glück finden. 60 Minuten lang öffnen das Buddenbrookhaus, das Willy-Brandt-Haus, das Günter- Grass-Haus sowie das Behnhaus Drägerhaus ihre Türen und präsentieren für je 15 Minuten ein zentrales Ausstellungsstück. „Kultur macht glücklich“, sagt der Chef der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, Christian Martin Lukas. Schon längst kein Geheimtipp mehr ist die NordArt mit jährlich 80000 Besuchern in der einstigen Carlshütte in Rendsburg-Büdelsdorf. Glücksort ist auch der Haus- und Nutztierpark der „Arche Warder“ bei Neumünster. Dort kann man schwimmende Schweine und andere seltene Tiere bestaunen.

Wie erfolgreich die anfangs belächelte Strategie des Glückswachstums ist, zeigen die nackten Zahlen: Mit mehr als 27 Millionen Übernachtungen im Urlaubsjahr 2015 gab es einen Zuwachs von 2,5 Prozent, bei den Gästeankünften sogar von vier Prozent. Der Kieler Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigt sich zufrieden mit dem Anstieg im Tourismus. „Unser Land wird immer mehr zur Ganzjahresdestination und überzeugt mit einem breiten Spektrum touristischer Angebote. Viele Orte haben in ihre touristische Infrastruktur investiert. Das Angebot an attraktiven Übernachtungsmöglichkeiten hat sich durch neue Hotels deutlich verbessert.“

Von Reinhard Zweigler

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