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Wirtschaft im Norden Trotz Skandal: VW will Vorstand entlasten
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Trotz Skandal: VW will Vorstand entlasten
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21:14 11.05.2016
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Wolfsburg

. Der Volkswagen-Konzern sieht im Abgas-Skandal bisher weiter keine Anzeichen für eine mögliche Mitschuld auf Vorstandsebene. Bei der Hauptversammlung Ende Juni soll daher der komplette Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 entlastet werden, teilte Volkswagen gestern in Wolfsburg mit. Dies stehe jedoch unter dem Vorbehalt, dass die laufende Untersuchung bis zum Aktionärstreffen am 22. Juni nichts Belastendes zutage fördere. Mögliche Schadenersatz-Ansprüche blieben.

Derweil zeigte die Belegschaft an mehreren VW-Standorten ihren Unmut. Allein in Wolfsburg zogen mehr als 30 000 Mitarbeiter vor das Vorstandshochhaus und forderten in der laufenden Haustarifrunde ein spürbares Lohnplus und eine endgültige Einigung auf ihre zugesagte Anerkennungsprämie. Insgesamt protestierten nach Darstellung der IG Metall gut 60 000 VW- Mitarbeiter in den sechs westdeutschen Werken, für die der Haustarif gilt.

Ebenfalls gestern machte der Konzern seine Pläne für eine neue Frau im Aufsichtsrat öffentlich. Der Großaktionär Katar will die Ingenieurin Hessa Al-Jaber entsenden. Mit ihrer Wahl würden zusammen mit der Vorstandschefin der schwedischen Bank SEB, Annika Falkengren, und der Unternehmerin Louise Kiesling drei der zehn Anteilseigner-Sitze im 20-köpfigen Kontrollgremium von Frauen eingenommen.

LN

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