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Wirtschaft im Norden Tui und Etihad schmieden Ferienflug-Anbieter
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Tui und Etihad schmieden Ferienflug-Anbieter
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21:15 05.10.2016
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Hannover

. Die Fluggesellschaft Etihad und der Touristikkonzern Tui planen einen gemeinsamen neuen Anbieter für Urlaubsflüge. Die arabische Airline und Tui bestätigten gestern laufende Gespräche. Sie kündigten an, aus der deutschen Tuifly und Teilen der Air Berlin einen neuen Verbund formen zu wollen. Etihad hält gut 29 Prozent an Air Berlin.

Bereits am Freitag war bekannt geworden, dass Tuifly in einen neuen Verbund integriert werden soll. Weil sich mehrere Crew-Mitglieder danach krank meldeten, mussten Tuifly und Air Berlin auch gestern weitere Flüge streichen. Die Unternehmen kündigten an, der Verbund werde sich auf Punkt- zu-Punkt-Verkehr zu wichtigen Urlaubszielen fokussieren und sein Streckennetz von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus bedienen. Das Vorhaben ist Teil der Sanierungsbemühungen für die hoch defizitäre Fluggesellschaft Air Berlin.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft teilte mit, sich an den Diskussionen zwischen Tui und Etihad zu beteiligen. Air Berlin hatte in der vergangenen Woche angekündigt, strategische Optionen für ihr touristisches Geschäft mit 35 Flugzeugen zu prüfen. Viele Urlaubsziele steuert Air Berlin über ihre österreichische Tochter Niki an. Zum möglichen Sitz des Airline- Verbunds machten die Beteiligten aber keine Angaben.

Bei Tuifly befürchten die Mitarbeiter Job-Verluste. Nach Angaben von Betriebsratschefin Karin Grobecker soll es Ende kommender Woche bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung nähere Informationen über die geplante Umstrukturierung geben. Sie sprach von großer Verunsicherung unter den Mitarbeitern der Airline und befürchtet eine Zerschlagung der Ferienfliegers aus Hannover auf Raten.

Tuifly meldete weiterhin Crew- Engpässe. Air Berlin musste knapp jeden zwanzigsten Flug streichen. Betroffen seien 32 von insgesamt 696 Flügen, teilte das Unternehmen mit. Grund seien Crew-Engpässe bei Tuifly – ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin. Auch bei Tuifly wurden mehr als 20 Flüge annulliert. Bereits an den beiden Vortagen hatte es bei 30 Prozent der Tuifly-Flüge verspätete Starts gegeben, weil sich plötzlich viele Crews krank gemeldet hatten.

Die kurzfristigen Krankmeldungen bei Tuifly machten es unmöglich, alle Kunden frühzeitig zu informieren, teilte die Airline mit. Sie bittet daher Passagiere, sich auf ihrer Internet-Plattform Tuifly.com zu informieren. „Die massiven kurzfristigen Krankmeldungen schaden Kunden und Mitarbeitern in hohem Maße“, hieß es in einer Erklärung von Tuifly.

LN

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