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Wirtschaft im Norden Umweltamt: Aus für Diesel und Benzin bis 2050
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Umweltamt: Aus für Diesel und Benzin bis 2050
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21:20 17.06.2016
Opel-Mitarbeiter überprüfen die Schweißnähte des Zafira. Das Modell kommt wegen seiner Software nicht aus den Schlagzeilen. Quelle: Seidel/dpa
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Berlin

Um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen, darf der Verkehr bis zum Jahr 2050 nach Ansicht des Umweltbundesamtes so gut wie keine Treibhausgase mehr ausstoßen. Dafür müssten Benzin, Diesel und andere fossile Kraftstoffe komplett durch Strom aus Erneuerbaren Energien ersetzt werden, heißt es in einer Studie. Pkw, Lastwagen, Züge und andere Verkehrsmittel müssen demnach alle mit Elektromotoren unterwegs sein. Flugzeuge und Schiffe, bei denen das nicht möglich sei, sollen mit Kraftstoff betrieben werden, der ökologisch hergestellt wird.

„Der Verkehr ist der einzige Sektor, der seine Treibhausgas-Emissionen seit 1990 nicht mindern konnte“, sagte Umweltbundesamt- Chefin Maria Krautzberger. „Um unsere Klimaziele auch mit einem wachsenden Güterverkehr zu erreichen, brauchen wir deutlich mehr Güter auf der Schiene und gleichzeitig ein Ende der fossilen Kraftstoffe auch beim Lkw-Verkehr.“

Ziel der Bundesregierung ist es, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen wie CO2 bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Im Streit um die Abgasreinigung beim Opel-Modell Zafira Diesel sehen sich die Kritiker unterdessen bestätigt. Ein Gutachter der zuständigen Kommission beim Bundesverkehrsministerium sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Abschalteinrichtungen unzulässig seien, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe. Die technische Sachlage sei nach Einschätzung des Experten eindeutig und Opels Begründung für die Abschalteinrichtungen nicht ausreichend, habe der Gutachter erklärt.

Das Bundesverkehrsministerium verwies darauf, dass die nach dem VW-Abgas-Skandal eingesetzte Untersuchungskommission von Opel angeforderte Unterlagen technisch und juristisch prüfe. Diese Prüfung dauere an. Ergebnisse würden nach Abschluss der Untersuchungen veröffentlicht. Die General-Motors-Tochter Opel hatte die Reduzierung der Abgasreinigung in großen Temperaturbereichen und bei hohen Geschwindigkeiten stets mit dem Schutz wichtiger Bauteile im Fahrzeug begründet. Das sei technisch notwendig und legal.

Opel erklärte gestern erneut, keine illegale Software einzusetzen. „Wir unterstützen die Bemühungen der Behörden voll und ganz, die Emissionssysteme in der Automobilindustrie zu verstehen und zu bewerten“, hieß es in einer Mitteilung. Spekulationen wolle man nicht kommentieren. Der „Spiegel“ wirft Opel vor, auf Zeit zu spielen. Momentan laufe das Genehmigungsverfahren für die Zulassung des neuen Zafira-Modells, das von Jahresende an verkauft werden soll. Den Informationen zufolge soll das Ministerium vom Kraftfahrtbundesamt verlangt haben, nur zuzustimmen, wenn die beschriebenen Abschalteinrichtungen im neuen Zafira nicht installiert sind.

LN

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