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Umweltminister fordern bundesweites Atommüllregister

Gorleben/Kiel Umweltminister fordern bundesweites Atommüllregister

Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen Kostenübernahme nach dem Verursacherprinzip — Kontrolle von Fässern in Gorleben.

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Für mehr Transparenz: Kiels Umweltminister Robert Habeck.

Gorleben/Kiel. Nach der Entdeckung eines Rostflecks an einem Fass mit schwach radioaktivem Atommüll in Gorleben fordert Niedersachsen eine bessere Behälterkontrolle. Im Verbund mit Schleswig-Holstein schlägt Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zudem die Schaffung eines Atommüllregisters vor. Die Betreiber sollten nach dem Verursacherprinzip die Kosten dafür übernehmen, sagte Wenzel gestern in Hannover. Ziel sei eine lückenlose Kontrolle, was wann wo unter welchen Bedingungen eingelagert wurde. Sein schleswig-holsteinischer Amtskollege stimmt zu: „Eine bundesweit einheitliche Atommülldatenbank ist nötig, damit erfasst ist, was wo gelagert wird. Wir brauchen mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit und einen besseren Austausch der Informationen“, sagte der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Das habe die Geschichte des Umgangs mit dem Atommüll deutlich vor Augen geführt.

Die Forderung sei auch ein Ergebnis des Korrosionsberichts, in dem Schleswig-Holsteins Atomaufsicht die Lagerungspraxis von schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen über 40 Jahre untersucht hat.

Anlass dafür war der Fund von verrosteten Fässern im Atomkraftwerk Brunsbüttel. „Daraus haben wir eine Reihe von Konsequenten gezogen und zusätzliche Sicherungsmechanismen eingeführt. Ein Atommüllregister sollte ein weiterer Schritt sein“, sagte Habeck.

Nach den Terror-Attacken in Brüssel habe es mit Blick auf mögliche Anschläge weitere Auflagen gegeben, sagte Niedersachsens Umweltminister Wenzel. „Wir haben die Betreiber zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert und zusätzliche Anstrengungen verlangt.“ Wegen kleiner Lackschäden und Korrosionsstellen an zwei Atommüllfässern lässt sein Ministerium derzeit insgesamt 70 Fässer aus Gorleben von Experten untersuchen. Radioaktivität trat nicht aus. Korrosionsfälle an solchen Fässern seien inakzeptabel, sagte Wenzel. „Wir sehen die Notwendigkeit, die Lagerbedingungen deutlich zu verbessern“, betonte er. Bisher sind im Lager wegen der Stapeltechnik nur die ersten Reihen der Fässer einsehbar. Wenzel möchte erreichen, dass Sichtkontrollen bei allen Fässern möglich sind. Das Abfalllager Gorleben, wo die schadhaften Fässer standen, ist auf dem Gelände des Zwischenlagers in einer gesonderten Halle untergebracht. Castoren mit hoch radioaktiven Abfällen befinden sich in einer anderen Halle.

LN

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