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Wirtschaft im Norden Unternehmen im Norden setzen auf starken Export
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20:16 03.02.2016
„„Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt besser als im Vorjahr.“ IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn

. Schleswig-Holsteins Unternehmen blicken überwiegend positiv in die Zukunft. „Wir rechnen in diesem Jahr mit 1,6 Prozent Wirtschaftswachstum“, sagte die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn, gestern bei der Vorstellung des neuen Konjunkturklima-Indexes in Kiel. Der stieg im vierten Quartal 2015 von 116 auf 122 Punkte. Das ist deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt von 117 Punkten. Durch den schwachen Euro rechnen die Firmen mit wieder anziehenden Exporten.

Von den befragten Unternehmen bezeichneten 44,7 Prozent ihre Geschäftslage als gut (Vorquartal 41,7 Prozent), weitere 46 Prozent als befriedigend (47,6). Nur 9,9 Prozent (10,7) beurteilten ihre Situation als schlecht. „Die Betriebe sehen die weitere Entwicklung optimistisch“, sagte Kühn. 27,6 Prozent erwarten eine Verbesserung der Situation (Vorquartal 21,3 Prozent), 54,1 Prozent zumindest eine gleichbleibende Lage (60,7). 18,3 Prozent (18,0) rechnen mit einer Verschlechterung. Positiv bewertete die Kammer auch den Jahresstart. „Weder der Börsencrash in China noch der Flüchtlingsstrom haben sich bisher negativ auf die Konjunktur ausgewirkt“, sagte Kühn. Die Unternehmen seien bereit, ihren Beitrag in der Flüchtlingsfrage zu leisten. Dreiviertel seien offen für die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen oder das Angebot entsprechender Praktika. Allerdings erwarteten die Unternehmer, dass „2016 politische Lösungen für den schleppenden Infrastrukturausbau oder für die Integration der Flüchtlinge gefunden werden“.

„Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt besser als im Vorjahr“, sagte Kühn. Das nochmalige Sinken des Ölpreises trägt dazu bei. Sorgen bereiten den Betrieben neben dem Sanierungsstau aber auch die geopolitische Entwicklung und Grenzkontrollen.

Die Entwicklung verläuft in den Branchen unterschiedlich. Während sich die Industrie überwiegend zufrieden über die Lage äußert, verzeichnet die Bauwirtschaft zwar einen leichten Rückgang aufgrund saisonaler Gegebenheiten. Mit Blick auf den Frühlingsanfang deutet vieles aber auf eine Stimmungsverbesserung hin. Weniger zufrieden mit der Geschäftslage ist wegen des milden Winters aber der Einzelhandel.

Nochmals eingetrübt hat sich die Stimmungslage angesichts des Sanierungsstaus und Verzögerungen bei der Planung wie bei der A 20. „Wenn Planungen fehlerfrei gestaltet sind, kommt so etwas nicht vor“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Michael Stein. Klagen gegen Verkehrsprojekte seien ein großes Problem. „Denn die touristischen Akteure müssen erreichbar sein.“

LN

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